Der Pfarrverband Kleinwalsertal präsentiert von Mai bis Mitte Oktober 2022 einen „DENK-MAL-NACH-WEG“, der von der Kirche Riezlern über Hirschegg bis nach Mittelberg verläuft.

Marco Brucker ist ein bekannter Holzbildhauer aus dem bayrischen Chiemgau. Er wurde durch seine Holzskulpturen bekannt. Das Projekt wurde durch Pfarrer Edwin Matt initiiert und bereits 2021 mit dem Künstler entwickelt und geplant. Beim Gottesdienst am 29. Mai 2022 in Hirschegg wurde die Ausstellung vorgestellt und eröffnet. 

DENK-MAL-NACH-WEG 
Kunstprojekt von Holzbildhauer Marco Bruckner

Der Künstler Marco Bruckner stellt jeweils vor jeder Kirche ein Einzelprojekt aus, die thematisch zusammen ein großes Projekt ergeben und durch die Wanderung von Kirche zu Kirche erleb- und erfahrbar werden. 

Inclusion - Pfarrkirche Riezlern
Gesundheit und Bildung sind das höchste Gut der Menschen. Jeder Mensch hat besondere Fähigkeiten und Kompetenzen, die ihn besonders und wertvoll machen. Integration bedeutet, dass jeder Mensch seinen Teil zur Gesellschaft beiträgt, egal welcher Coleur, Rasse, Religion oder Minderheit er angehört oder welches Handicap ihn auszeichnet. In unserer Gesellschaft sollten alle Fähigkeiten gleich gestellt und wertgeschätzt werden. Gemeinsame Inspirationen und gegenseitiges Fördern führen zu einer gerechteren Gesellschaft. Das Projekt "Inclusion" ist in einem Kreis aus Metall mit zwei Menschenfiguren dargestellt, zu der sich der Betrachter/die Betrachterin integrieren und "Inclusion" auf sich selbst wirken lassen kann. 
 
Wenn die Welt aus den Fugen gerät... - Pfarrkirche Hirschegg
Unsere Erde hat eine begrenzte Fläche, die sich Mensch und Natur teilen müssen. Die Menschen breiten sich in alle Richtungen aus und verdrängen damit die Natur mit Ihren Bewohnern. Für Tiere und Pflanzen steht immer weniger Platz zur Verfügung. Der Wille des Menschen ist es nach Schneller, Weiter und Höher zu streben und die Welt zu verändern. Er will sich die Welt untertan zu machen. Rigoros greift er in die Natur ein und passt sie seinen Vorstellungen und Bedürfnissen an. Es ist zwangsläufig, dass ein Ungleichgewicht entsteht, da sich die Natur nicht von selbst in gleichem Maße den Wünschen und Absichten der Menschen anpassen kann. Es entstehen Mutationen und Veränderungen an den Proportionen. Die kreisförmige Eisenplatte zeigt den begrenzten Raum auf dem die Menschen in ihrem Umfeld und mit der Natur wohnen. Die Elefanten stehen sinnbildlich für die Natur. Sie müssen mit den beengten Verhältnissen zurecht kommen und verlieren damit ihr Gleichgewicht und ihre Proportionen. Die Menschen leben dichtgedrängt, ihre Häuser nehmen kuriose Formen an, da der Platz beschränkt ist. Auch der Mensch verliert sein Gleichgewicht und versucht sich durch veränderte Proportionen anzupassen und zu überleben. Auch hier darf jede(r) Besucher/in in das Projekt eintauchen. 

Konsum - Pfarrkirche Mittelberg
Jeder Mensch strebt nach Höher, Schneller, Weiter und für sich Immer Mehr... Häuser werden immer größer, der Wohnraum immer mehr, die Fahrzeuge noch leistungsstärker und die Konsumgüter werden in den Entwicklungsländern möglichst billig auf Kosten der Einwohner produziert. 
Auf einer runden Eisenplatte wird unser übergroßer Konsum dargestellt. Auch hier kann sich die Besucherin/der Besucher in den Kreis stellen und unseren überbordenden Konsum überdenken.