Im gut besuchten Kinderkreuzweg des Kinderliturgiekreises wurde unseren Jüngsten der Leidensweg Jesu an Hand von farbigen Tüchern und Bändern begreiflich gemacht.

Mit selbstgebastelten Ratschen wurden die Kinder auf den Beginn der Kreuzweg-Andacht aufmerksam gemacht. Beim Betreten des Gotteshauses bekamen die Kinder Holzstäbe mit farbigen Bändern. Mit dem Anzünden der Kerze und dem Kreuzzeichen begann die stimmungsvolle Gedenk- und Feierstunde.

Viele Farben begleiten unser Leben. Unsere Welt ist bunt. Auch bei diesem Kreuzweg begleiteten uns Farben. Sie standen für verschiedene Stationen, die Jesus auf seinem Weg erlebt hat, die aber auch mit unserem Leben zu tun haben. Deshalb schauten wir auf den Leidensweg von Jesus und auf unseren eigenen Weg, der manchmal auch wie ein Kreuzweg sein kann.

In der ersten Station wurde Jesus das Kreuz aufgeladen.

In der zweiten Station symbolisierte die Farbe Rot den Fall Jesus unter der schweren Last des Kreuzes. Rot ist die Farbe des Blutes. Jesus ging die Kraft aus. Das Kreuz, das Jesus zu tragen hatte, war sehr schwer.

In der dritten Station wurden die Kinder an die Begegnung mit Veronika und Simon erinnert. Damit wurde die Farbe Grün verbunden. Grün ist die Farbe der Hoffnung. Immer hoffen wir darauf, dass wir schwierige Tage überstehen und Probleme gelöst werden.

Die vierte Station stand im Zeichen der Farbe Blau. Blau stand für das Wasser und für die Tränen die von Maria und von den weinenden Frauen auf dem Kreuzweg vergossen wurden.

Schwarz wurde es in der fünften Station bei der Kreuzigung Jesu. Die Soldaten rissen ihm die Kleider vom Leib und nagelten ihn an das Kreuz. Er wusste, dass er sterben wird. Und er wusste auch, dass es so sein muss. Um die 9. Stunde, nachmittags um 3 Uhr, wurde er von seinem Leiden erlöst und starb. Die Welt verdunkelte sich weil der Sohn Gottes starb. In der Kirche wurde auch das Licht der Kerze ausgeblasen.

Bei der letzten Station wurde ein weißes Tuch um das Kreuz gelegt. Als Zeichen der Hoffnung auf die Auferstehung. Für die Jünger war das Leben von Jesus unter dem Kreuz zu Ende. Sie ahnten nicht, dass es einen Ostersonntag geben wird. Wir wissen es! Wir wissen, dass wir in einigen Tagen die Auferstehung Jesu feiern werden. Wir wissen, dass mit dem Tod nicht alles vorbei ist. Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott uns immer begleitet, so wie er Jesus durch diese dunklen Stunden begleitet hat.

Ein Vergelt`s Gott an Magdalena und Maria, welche die Andacht mit Gesang und Gitarrenspiel begleiteten.