Ein Kreuzweg zum Begreifen

Kinderkreuzweg1
Viele Kleinkinder und Schüler haben am Karfreitag, 3. April 2015 am Kinderkreuzweg teilgenommen. Erstmals führte der Kreuzweg rund um die Pfarrkirche. Eine Ministrantengruppe beleitete die Kinder und sorgte mit ihren Ratschen für Aufmerksamkeit bei den einzelnen Kreuzwegstationen.
Ratschen

Bei der 1. Station bekamen die Kinder einen Stein in die Hand. Die Kinder spürten wie er sich anfühlt.
Kreuzwegstation 1

Ist er glatt? Hat er Spitzen?
Steine können jemanden verletzen. Steine sind sehr hart. Sie sind gefährlich, wenn wir sie werfen. Steine sind schwer. Manchmal tragen wir Steine mit uns herum. Sie sind in unseren Herzen und wir können sie nicht sehen, aber wir können sie spüren. Zum Beispiel, wenn wir etwas vor uns haben, was uns schwer fällt, wenn wir von anderen ausgestoßen werden. Solche Dinge belasten uns.

Bei der 2. Station konnten sich die Kinder an Hand von einem Holzstück mit der Last des Kreuzes befassen.
Jesus musste ein großes Kreuz aus Holz tragen. Es war sehr schwer für ihn. Er brauchte Hilfe und brach unter der schweren Last zusammen. Heute sprechen wir manchmal davon, dass Menschen ein schweres Kreuz zu tragen haben. Wir meinen dann, dass sie etwas Schweres und Belastendes erlebt haben und Hilfe brauchen. Sicher fällt dir jemand ein, den du kennst, der so etwas erlebt hat oder jetzt Hilfe braucht.

Bei der 3. Station befüllten die Kinder Tontöpfchen mit Erde. Mit allen Sinnen erfassten sie die Erde.
Kreuzwegstation3

Wie fühlt sie sich an? Wie riecht sie?
Sie ist dunkel und kühl. Aber in ihr kann etwas wachsen. Ein wenig Erde ist leicht; viel Erde ist schwer. Auch Jesus wurde in die dunkle, schwere Erde gelegt, nachdem er am Kreuz gestorben war. In seinem Grab war es dunkel, es gab kein Licht. Aber ist Jesus dort geblieben? - NEIN - Er ist auferstanden!

Bei der 4. Station konnten die Kinder Weizenkörner in die Erde pflanzen.
Kreuzwegstation 4

Ihr habt etwas ganz Kleines in der Hand. Aus so einem winzigen Korn kann viel wachsen. Aber damit aus diesem Korn viele Körner werden können, muss sich das kleine Weizenkorn verändern. Es ist dann nicht mehr so zu sehen, wie beim Einpflanzen. Wir glauben daran, dass es auch mit Jesus so war. Denn der Tod ist nicht das Ende, sondern der Anfang eines neuen Lebens.

Die Kinder durften die Töpfchen mit dem Weizenkorn mit nach Hause nehmen. Vielleicht haben sie einen guten Platz gefunden. Wenn sie die Töpfchen gießen und in die Sonne stellen, wird daraus ein Weizenhalm wachsen. Als Erinnerung an diese gemeinsame Feier und an das Leben Jesu. An sein schweres Kreuz, an sein Leiden, seinen Tod und an seine Auferstehung - an Gott die Quelle des Lebens.

Herzlichen Dank an den Kinderliturgiekreis und allen, die mitgeholfen haben!