Grüß Gott !

Die letzten Monate haben auch im kirchlichen Leben Spuren hinterlassen. Leute, die bisher selbstverständlich und regelmäßig Gottesdienste mitgefeiert haben, sind vorsichtig geworden. Ob aus Angst vor der Ansteckungsgefahr oder weil der Mund-Nasen-Schutz sie gestört hat oder aus anderen Gründen, an vielen Orten ist die Teilnahme bei den Feiern in der Kirche zurückgegangen. Zum Teil erleben wir aber auch Gottesdienste mit starker Beteiligung.

Die Kinderkirche hat in dieser Zeit auch neue Formen praktiziert, weil die Schutzmaßnahmen die Feiern mit Kindern schwierig gemacht hätten.

Dazu kommt, dass auch innerhalb der Kirche die Meinungen zur Pandemie und ihrer Bekämpfung weit auseinandergehen. Während die einen zu große Sorglosigkeit sehen, fordern die anderen viel mehr Mut und Gelassenheit. So wie die Politiker keinen leichten Stand haben, stehen auch die Bischöfe in dieser Sache „zwischen den Fronten“.

Nun schaut es aber ganz danach aus, dass der Sommer eine Zeit werden wird, in welcher der Virus nicht besonders aktiv ist. Darum ermutige ich, den Sonntag wieder als das Fest der Auferstehung Christi zu begehen. Das leibliche Zusammenkommen ist ein wesentlicher Bestandteil des kirchlichen Lebens. Auch wenn einzelne Menschen durch Krankheit, hohes Alter oder aus anderen Gründen nicht dabei sein können und trotzdem dazugehören, so lebt die christliche Gemeinde von der Begegnung und vom gemeinsamen Lob Gottes.

Darum die herzliche Einladung zum Gebet in der Gemeinschaft und zur Feier des Wortes Gottes und der Eucharistie – nach dem Wort Jesu: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“.

Josef Walter