Klausur des Pfarrgemeinderates Höchst

 

Jährlich hält unser Pfarrgemeinderat (PGR) seine mehrtägige Klausur ab. Diesmal waren wir wieder zusammen mit Pfarrer Willi, den Pastoralassistenten Niko und Birgit im Kloster Bezau, einem guten Seminarhaus. Erstmals dabei war Nikolina Pranjic, die neue Jungendleiterin. Da Judith Zortea wegen einer Krankheit (nein, nicht Corona) als Moderatorin absagen musste, konnte Maria Lang, eine pensionierte Fachinspektorin für den Religionsunterricht, dankenswerterweise einspringen.

Der überdachte Innenhof bot Raum genug für körperlichen Abstand, schließlich wollen wir bei der Klausur im Kloster kein Covid19-Cluster auslösen. Rückblicken durften wir auf die Gründung der neuen Jugendgruppe All4One und alternative Angebote während der Corona-Zeit, zum Beispiel die Übertragung der Osterliturgie im Livestream, die Agape nach dem Patrozinium anstelle eines Pfarrfestes und eine Feldmesse beim Labyrinth zwischen Höchst und Gaißau im Rahmen der diözesanen Aktion „Sommerkirche“.

Das wichtigste Thema war diesmal der anstehende Wechsel der Pfarrmoderation im September 2021, nachdem Pfarrer Willi Schwärzler die Leitung abgeben möchte. Eine Erweiterung des Pfarrverbandes, etwa mit Fußach, steht noch nicht im Fokus. Es wurden bereits mehrere Kandidaten aktiv angesprochen. Erwartungen an einen neuen Pfarrer wurden definiert. Auch diskutierten wir verschiedene Organisationsmodelle. Ist ein Organisations- oder ein Gemeindeleiter hilfreich?

Judith Zortea brachte uns im Vorgespräch auf die Idee, eine Broschüre für mögliche Kandidaten und Interessenten zu erstellen. Herbert Rosinger hat uns bereits einen Rohentwurf präsentiert. Unsere Pfarren sollen möglichst so reizvoll dargestellt werden, dass ein Priester Lust auf eine Arbeit in diesen Orten bekommt. Der Verweis auf den höchsten und gerade renovierten Kirchturm in einer dieser Gemeinden ist vielleicht noch nicht ausreichend, um seinen messweinaromatisierten Speichel um Mund fließen zu lassen.

Während eines Abendlobes in der einfachen, aber schönen Kapelle der Kapuziner holten wir uns Kraft für den zweiten Halbtag am Samstag.

Da besprachen wir die letzten Monate seit Ausbruch der Corona-Infizierungen.  In vier Gruppen suchten wir Antworten auf die Fragen nach Bedeutung und Auswirkung dieser speziellen Corona-krise. Auch nahmen wir die folgenden Monate unter die Lupe. Pläne und Veranstaltungen sind betroffen. So musste etwa bereits das Konzert mit Outi und Lee im September kurzfristig abgesagt werden, obwohl es schon vielfach beworben worden war. Soll die Abendmesse im Kloster in Gaißau stattfinden, damit die Ordensschwestern teilnehmen können? Oder weichen wir in die größere Pfarrkirche aus? Wie können wir die Andacht zu Allerheiligen oder die Christmette am Heiligen Abend vorbereiten? Zu beiden Anlässen erwarten wir eine volle Kirche. Können diese wie bisher durchgeführt werden. Alternativen sind prinzipiell besser als Absagen, aber solche müssen erst gefunden werden.

Ein wichtiges Thema war auch die Jugendarbeit mit unserer neuen Mitarbeiterin Nikolina Pranjic. Sie ist mit 20% angestellt, das entspricht acht Wochenstunden. Nikolina betreut zwei bestehende Jugendgruppen, eine dritte ist aufzubauen. Soll die Mitarbeit bei der Sternsingeraktion und der Betreuung von Ministranten auch ihre Aufgabe sein? Reichen diese acht Wochenstunden dann aus? Nicht alle Fragen konnten wir klären. Schließlich brauchen wir noch Themen für die Sitzungen am dritten Mittwoch jeden Monats.

Für den PGR Dietmar Dellanoi.