Auf seine Mutter Maria schauen, heißt ihr glauben, hoffen und lieben zu betrachten und darüber nachdenken, wie sie uns Vorbild im Glauben an Jesus Christus sein kann. Den Erfahrungen nach zu spüren, in denen wir Leben in Fülle spüren.

Im Marienmonat Mai ist regelmäßig am Sonntag, Mittwoch und Freitag um 19:30 Uhr Maiandacht in der Pfarrkirche mit Rosenkranz und Segen, Bitten und Danken - für die Fülle des Lebens. 

Maria Maienkönigin

Maria, Maienkönigin dich will der Mai begrüßen. 
O segne ihn mit holdem Sinn und uns zu deinen Füßen! 
Maria, wir empfehlen dir, was grünt und blüht auf Erden, 
lass uns in dieser Pracht und Zier das Werk des Schöpfers ehren.

Behüte auch, Maria rein, du größte aller Frauen,
das Gottesvolk, die Kinder dein, im Glauben und Vertrauen
zu Jesus Christus, deinem Sohn, dem Retter und Befreier.
Lobpreis durch ihn in Ewigkeit des Vaters Macht und Treue!

O öffne Himmelskönigin, im Lied uns Herz und Stimme,
zu danken Gott im Heilgen Geist, dass wir sein Lob stets singen,
der Christi Kirche ward gesandt in Sturm und Feuersflammen,
zu führen sie mit starker Hand durch alle Zeiten! Amen.

aus dem Gotteslob 905

Von der Fülle des Lebens

Wir stehen mitten in der Natur, in der Herrlichkeit einer Fülle der Schöpfung, die sich im Wachsen und Blühen schier überschlägt. In der Schönheit des Wonnemonates Mai feiern wir die Kraft des Lebens, die aus der unendlichen Schöpferkraft Gottes quillt. In der Gestalt Mariens erfahren wir, wie die Geistkraft Gottes, wie die Schöpferin Liebe uns Menschen in die Fülle des Lebens hineinführt.

Voll Staunen ist mein Herz, Gott, ob der Fülle des Lebens, die mich umgibt, ob der Phantasie deiner Liebe, dem Überschwang deines Geistes und der Schönheit deines Seins. Das Lied deiner Schöpfung singt von der Kraft eines Lebens das niemals versiegt, und sich in deinen Geschöpfen offenbart als gottgeschenktes Sein. So wie in Maria, an der wir erfahren: Alles hat Sinn: Das Leben und das Sterben, das Blühen und Vergehen, das Dunkel und das Licht, weil alles aufgehoben ist in dir. So lass auch unser Leben, guter Gott, ein Abbild deiner Fülle sein und erwecke unser Herz so wie das Herz Mariens zum Hochgesang deiner Herrlichkeit. Amen.

Inmitten der Schönheit der Natur, öffne ich meine Ohren, für dich, Gott. Ich lausche dem Lied deiner Schöpfung: Dem Säuseln des Windes, dem Singen der Vögel, den Geräuschen und der Stille und der Stimme des Herzens. Der Klang deiner Fülle berührt mein Herz.

Inmitten der Schönheit der Natur öffne ich meine Augen für dich, Gott. Ich schaue das Wunder deiner Schöpfung: Die Vielfalt der Wesen, die Buntheit der Farben, die Phantasie deiner Liebe und die Kraft alles Lebendigen. Die Größe deiner Fülle berührt mein Sein.

Inmitten der Schönheit der Natur öffne ich meine Sinne für dich, Gott. Ich ahne das Geheimnis deiner Schöpfung: Den Windhauch der Liebe, die Zärtlichkeit des Wunders, den Atem der Ewigkeit und das Geheimnis in allem, was lebt. Die Zartheit deiner Fülle berührt meine Seele.

Inmitten der Schönheit der Natur öffne ich mein Herz, für dich, Gott. Ich erfahre mich als Teil dieser Schöpfung: ihres Sehnens und Hoffens, ihres Leidens und Ringens, ihrer Erfülltheit und Freude und all ihres Werdens hin auf dich. Das Wunder deiner Fülle berührt mein Sein. 

aus: Marianne Pichlmann, Maria – Fülle und Weg