1950 eingeweiht, steht diese Kapelle auf einer Anhöhe in der Parzelle Bad. In der mit Quelltuff aus der nahen Bolgenach ausgestatteten kleinen Apsis steht eine Marienstatue. Sie erinnert an das wundersame Geschehen in Fatima (Wallfahrtsort in Portugal). Dort ist im Jahre 1913 drei Hirtenkindern die hl. Gottesmutter erschienen.

Unmittelbarer Anlass für den Bau der Kapelle war die Genesung des Norbert Mennel.

Er erlitt am 22.10.1948 eine lebensbedrohliche Verletzung durch eine Handgranate, die die französischen Besatzer liegen gelassen hatten. Sein Vater Konrad Mennel machte am Krankenbett des Sohnes das Versprechen, dass er eine Kapelle erbauen werde, wenn Norbert dieses Unglück überlebt.

1949 konnte mit dem Bau begonnen werden.

Kapelle Fatima   kapelle Fatima2
Mit Quelltuff ausgestattete Apsis in der Fatimakapelle (Bad).

Wunder – in der heutigen aufgeklärten, wissenschaftsgläubigen Zeit ein umstrittenes Thema.

Die eigenwillige Gestaltung der Apsis der Kapelle fasziniert besonders die Kinder. Mystisch, geheimnisvoll erinnern die Quelltuffsteine an märchenhafte Zeiten. Das Sichtbare weist auf Verborgenes hin.

Jesus spricht im Matthäus-Evangelium 18,3-4: „Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen. Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte.“

Vielleicht, weil die Kinder in ihren Herzen den Schatz des Geheimnisvollen, Unerklärlichen und Verborgenen bewahren.

Lass ich meine Augen die Wunder des Alltags sehen?

Gott segne deine Augen,
damit sie vor Freude erstrahlen, wenn sie die Welt entdecken,
und dabei nicht bloß das Vordergründige sehen,
sondern auch nach dem Verborgenen Ausschau halten.

(Petra Hillebrand)

Karte Bad