In dieser Zeit ohne gemeinschaftliche Gottesdienste laden wir Dich heute ein, selbst in Stille eine Bibelstelle zu betrachten. Diese Form des Bibelmeditierens stammt von Ignatius von Loyola. Bei Matthäus 4,4 heißt es: „Der Mensch lebt … von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.“

Wähle dazu Deine Lieblingsstelle in der Bibel, oder die jeweilige Tageslesung. Die findest Du unter www.bibellabor.at 

So laden wir Dich zu folgendem Ritual ein:


In die Betrachtung hineingehen
Ich wähle eine Zeit und einen Ort aus, schaffe äußere Ruhe und achte darauf, auch innerlich ruhig zu werden. Ich bitte Gott, dass ich höre, was er mir durch diese Schriftstelle mitteilen will.

Die Betrachtung vorbereiten
Ich lese den ausgewählten Text langsam durch und bitte um das, was ich jetzt suche: eine konkrete Einsicht, Erfahrung und so weiter.

Den Schauplatz herrichten
Ich male mir die biblische Szene vor dem inneren Auge lebendig aus. Meine Phantasie sieht, hört, ertastet, riecht, was sich in der Szene tut. Ich fühle mich in die Situation der Personen ein und empfinde sie nach.

Sich identifizieren
Ich identifiziere mich mit Personen der Geschichte. Ich entdecke in ihren Gefühlen, Gedanken, Freuden, Fragen meines Lebens wieder. Ich verweile, wo ich angesprochen, Berührt herausgefordert bin. Ich entdecke Unbekanntes an mir, versteh Linien meines Lebens, schaue in meine Zukunft.

Beten
Was mich berührt oder beschäftigt, erzähle ich mit einfachen Worten Gott. Ich wende mich an Gott, an Jesus, auch an den Heiligen Geist oder Maria. Ganz ehrlich drücke ich alles aus, was sich in mir regt. Ich danke oder lobe, frage oder zweifle, bitte oder klage …

Rückblick
Nach der Betrachtung nehme ich mir noch etwas Zeit zurückzublicken.
- Was habe ich anfangs erbeten?
- Was wurde mir geschenkt?
- Was war unruhig und zerstreut?
Ich danke für die Betrachtung und für alle meine Wege.

Das Pfarrteam wünscht Euch Gottes Segen, Kraft und Gesundheit!