"Der Herr ist nahe allein, die Ihn anrufen, allen, die ihn ernstlich anrufen." (Psalm 145,18)

Können sie sich vorstellen, dass jemand 1 1/2 Stunden lang betet und es ihm dabei nicht langweilig wird?
Und dass nach dieser Zeit jeder, der mitbetet spürt, dass er oder sie entspannt, freudig, befreit und gestärkt ist - und darum gerne wiederkommt. 

Wahrscheinlich liegt es daran, dass wir eine etwas andere Gebetsform habenm als wir es sonst gewohnt sind.
Wer gerne singt, ist bei uns gerade richtig, denn Singen ist 3-faches Gebet.

So beginnen wir mit dem Lob Gottes, dem Lob unseres guten Schöpfers. Wir singen sicher eine halbe Stunde oder länger und danken Gott dabei für alles Gute, das er uns immer wieder schenkt. Der zweite Teil gehört dem Wort Gottes. Denn nach den Weisungen der Bibel möchten wir unser Leben ausrichten.
Der dritte Teil sind dann unsere Bitten, denn "wer bittet, der empfängt und wer anklopft, dem wird aufgetan." Bei diesem Teil können wir unsere ganz persönlichen Bitten, aber auch die Anliegen der Pfarrgemeinde und der Welt vor Gott bringen.
So können wir auch immer wieder einander berichten, wie Gott unsere Bitten erhört, denn Jesus sagt: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen." Und: "Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf der Erde."

So vergeht die Zeit oft so schnell, dass wir es gar nicht merken; aber wir sind gestärkt und froh, denn wir haben spüren dürfen, dass Christus wirklich in unserer Mitte war.

Zu diesen Gebetszeiten möchten wir auch sie ganz herzlich einladen, denn wir empfinden es immer als ein Geschenk, wenn wir so miteinander beten können.

Es begann alles ...

.. im Frühjahr 1978 in St. Martin mit einem monatlichen Gebetsabend. Kaplan Herbert Spieler hat dazu eingeladen, nachdem wir gemeinsam einen Kurs der Charismatischen Gemeindeerneuerung in Deutschland besucht hatten. Es war eine ganz neue Art zu beten: ohne vorformulierten Texte, auch kein Rosenkranz, einfach so, wie es der Geist eingibt: Lieder zum Lob Gottes, persönlicher Dank und Fürbitte und einen Bibeltext zum Aufbau und Weisung für unser Leben, lassen die 1 ½ Stunden schnell vorübergehen.

Kaplan Herbert Spieler wollte diese Begeisterung an viele weitergeben und so lud er mit einem Team zu einem vertiefenden Glaubensseminar in Hard bzw. Gwiggen ein. Eine größere Gruppe, die dieses Seminar mitgemacht hat, entschloss sich nun, einen Gebetsabend wöchentlich zu besuchen. Im alten Pfarrhaus fanden wir einen geeigneten Raum, der aber manchmal fast zu klein wurde. Wir alle spürten, wie gut uns diese regelmäßige Zeit vor und mit Gott tat. Unser Vertrauen in die Führung Gottes, die Gewissheit seiner Liebe und eine große Geborgenheit wuchsen in uns. Auch die Freude am Glauben durften wir immer wieder erfahren. Nach einiger Zeit organisierten wir ein großes Glaubensseminar mit Pater Michael Marsch, an dem ca. 120 Frauen und Männer teilnahmen. Manchen von den Teilnehmern wurde es ein Bedürfnis, sich der Gebetsrunde anzuschließen. So freuen wir uns, dass von diesen Anfängen immer noch einige treue Beter dabei sind. In der Zwischenzeit hat sich aus der Abendgruppe auch eine "Fürbittgruppe" am Nachmittag gebildet. (Irmgard Künz)

In unserer Pfarrei gibt es zwei öffentliche Gebetsgruppen, die jeweils am Montagabend um 19.30 Uhr und am Dienstagnachmittag um 14.15 Uhr im Gebetsraum (Eingang im Turm) zum Gebet einladen. 

Kontakt: PASS Hildegard Rohner-Dobler
oder Irmgard Künz (Tel. 05574/64 9 83),
Elisabeth Kleinbichler (Tel. 0664/115 0 255),
Gerti Lunardon (Tel. 05574/64 5 92), Anni Gmeiner (Tel. 05574/75 6 53)