Der erste Pfarrer in Hard war der bisherige Kaplan Christoph Rebmann. Ihm folgten Thomas Gutensohn (1647), Karl Kieferle (1654), Franz Kieferle (1656) und Johann Felder (1670-80).

Sein Nachfolger war Jakob Schypfer, unter dem die für zu klein befundene ehemalige Kapelle, die als Pfarrkirche diente, abgebrochen und durch einen Neubau im Renaissancestil mit barocker Einrichtung ersetzt wurde. Die Apsis war nicht rund, sondern lief spitz auf den Turm zu, der 16 Meter hoch war und an dessen Südseite sich eine Sonnenuhr befand. Diesen Neubau errichtete der Harder Zimmermeister Balthasar Broll im Jahre 1684.

Die Größe der damaligen Kirche entsprach in der Breite dem heutigen Hauptschiff, dessen Länge erstreckte sich ungefähr bis zum vierten Säulenpaar der heutigen Kirche. Unter Schypfer werden auch die Bittgänge, mit Gutheißung des Ordinariats in Konstanz, am 19.2.1690 wie folgt abgeändert: der Bittgang nach Rankweil (!) in einen nach Maria Bildstein und den in der Kreuzwoche nach Alberschwende ebenfalls nach Maria Bildstein, sowie den am Pelagiustag und Freitag vorher nach Dornbirn nunmehr in einen nach Fußach und St. Wendelin (wahrscheinlich Fluh).

Es folgen die Pfarrherrn Konrad Helin (1692-1718) und Johannes Peter Reich. Unter diesem wurde 1721 der Turm zur Hälfte errichtet und an der Ostseite mit einer mechanischen Uhr versehen. 1722 wurde die erste Glocke angeschafft. Auch den alten Pfarrhof, als welcher das alte Kaplanhaus ab 1646 diente, und der inzwischen baufällig geworden war, ließ er, unter großem Protest der Gemeinde, abbrechen und neu erbauen: „Denn obwohl die hiesige Gemeinde stiftungsmäßig hiezu verbunden war, wollte sie doch, als dieser Punkt des Stiftungsbriefes zur Ausführung kommen sollte, an ihre Schuldigkeit sich durchaus nicht mehr erinnern, und nachdem endlich 1724 doch auf wiederholtes Drängen von Seite der geistlichen Obern zum Bau geschritten werden musste, wurde dieser so saumselig geführt, dass ein ganzes Jahr lang der arme Pfarrer gezwungen war, in einem armseligen fremden Hause zu wohnen."

Die nachfolgenden Pfarrer in Hard waren Joseph Albinger (1729-42), Josef Andreas Feuerstein (1742-46), Markus Johannes Josef Mayer (1746-50), Johannes Josef Moosbrugger (1750-52), Franz Xaver Hilarius Mayer (1752-54), Franz Anton Walser (1754-62), Michael Fussenegger (1762-64; in diese Zeit fällt die Stiftung eines Kreuzwegs; Dekret von Gen.-Vikar Franz Konrad Düringer, Konstanz, datiert vom 14.7.1763), Johannes Ulrich Seitz (1764-68), nochmals Michael Fussenegger (1768-73), Johannes Michael Fink /1773-76), Martin Rhomberg (1776-77), Johannes B. Günthert (1777-84), Johannes Martin Hueber (1784-99; unter seiner Amtszeit erhält die Kirche 1792 statt dem alten Deckentäfer eine Gipsdecke und 1793 einen neuen Boden), Franz Anton Hehling (1799-1804), Kolumban Reiner (1804-15) und Pater Gallus Haßler (bis 1839). 

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