Die 1797 erbaute Kobelkapelle erinnert an den Sieg der Vorarlberger Landesverteidiger gegen die herannahenden Franzosen während der napoleonischen Kriege.

Ein Schlussstein mit der Jahreszahl 1797 hilft uns bei der Einordnung der Geschehnisse. 1796 wurde Vorarlberg zweimal von den Franzosen bedroht, die vom Unterland her vorrückten. Aus Rankweil und Sulz kamen Landesverteidiger zum Kobelplatz. Zusammen mit freiwilligen Schützen aus Götzis und Umgebung schlugen sie die vorrückenden Franzosen zurück, die nicht mit Widerstand gerechnet hatten. Im September des selben Jahres wagten die Franzosen einen weiteren Vorstoß. Diesmal leistete ihnen Johann Ellensohn, Wirt zum Goldenen Adler, mit freiwilligen Schützen aus Götzis und dem ganzen Oberland Widerstand. Gemeinsam schlugen sie die Feinde in die Flucht. Zum Andenken an die beiden gewonnenen Schlachten wurde die Kobel-Kapelle gebaut. Der Altar stammt aus dem 17. Jahrhundert. Sonst hat die Kirche wenig Schmuck. Eine Inschrifttafel erzählt von den Kriegen. Nachdem die Kapelle über Jahrzehnte dem Verfall überlassen worden war, wurde sie durch mehrere Renovierungen - die letzte Renovierung wurde 1986 abgeschlossen - auf den heutigen Stand gebracht. Heute ist die Kapelle für die Bewohner des umliegenden Gebietes zum Treffpunkt für das Rosenkranzgebet in den Monaten Mai und Juni geworden.

(Quelle: Götzner Heimatbuch)