Heuer gelangt zum Patroziniumsfest unserer Pfarre St. Luzius am 1. Dezember 2019 um 9.30 Uhr die „Rochusmesse“ von Franz Janssen zur Aufführung

Wer war dieser Franz Janssen?
In den Wirren des Zweiten Weltkrieges suchten viele Zivilbürger Schutz vor dem Kugel- und Bombenhagel – sie wurden auch Bombenflüchtlinge genannt. Auch der Organist und Chorleiter der Düsseldorfer Pauluskirche, Franz Janssen, flüchtete mit seinen Töchtern von der Stadt aufs Land.
Während seiner Zeit in Göfis blieben er und vor allem auch seine Tochter Christine Heskamp musikalisch nicht inaktiv. So übernahm Christine Heskamp im Jahre 1941 die Leitung des Kirchenchores Göfis und übergab sie im Jahr 1945 an ihren Vater Franz. Aber auch die musikalische Ausbildung der Kinder im Dorf war Franz Janssen ein besonderes Anliegen. So bekam zum Beispiel Rudolf Lampert (Alt-Bürgermeister) bei gemeinsamen morgendlichen Spaziergängen Harmonielehre und weitere musiktheoretische Aspekte von Franz Janssen vermittelt.
Auch als Komponist war Franz Janssen in seiner Zeit in Göfis äußerst produktiv. Er hinterließ einige Messkompositionen. In unserem Ort ist wohl seine „Weihnachtsmesse“ das bekannteste seiner Werke. Vor sechs Jahren führte der Kirchenchor im Rahmen der Basilika-Konzertreihe die „Missa Regina Pacis“ auf und heuer folgte vor wenigen Wochen die „Rochusmesse“.

Im Rahmen des Gottesdienstes am Patroziniumssonntag wiederholen wir diese Messe die in Göfis zuletzt vermutlich im Jahre 1946 zur Aufführung gelangte. Bereichert wird der Gottesdienst mit dem Instrumental-Ensemble „Contro Vento“, einer Formation aus vier Musikschullehrer/innen in der interessanten Besetzung Querflöte-Klarinette-Horn-Fagott. 

Die Kollekte an diesem Patroziniumssonntag ist erstmals für den Kirchenchor Göfis und kommt ausschließlich der Kirchenmusik zu Gute. Wir hoffen, dass viele Interessierte diesen Gottesdienst besuchen und uns damit ihr Interesse und ihre Unterstützung für unsere Arbeit zum Ausdruck bringen.

Andreas Lampert, Chorleiter