Die Tatsache, dass im Rahmen des diözesanen Jubiläumsjahres eine Nachbildung des Carl-Lampert-Kreuzes einen Berggipfel zieren sollte, war für uns Anlass, der Einladung zur Bergmesse aufs Kreuzjoch zu folgen.

Der Tag wurde nicht nur zu einem wunderbaren Naturerlebnis sondern gab auch viel Anlass zum Nachdenken. Der Impulsgeber dieses Projektes (Valentin Alge) ist im vergangenen Winter bei einer Schitour ums Leben gekommen. Entsprechend nah war seine Person in Texten und Gedanken des Gottesdienstes. Ebenso allgegenwärtig der selige Carl Lampert, bildete sein mit Draht selber zusammengebasteltes Kreuz aus der Gefängniszelle doch die Vorlage für das nun auf dem Kreuzjoch thronende Gipfelkreuz. Die Mühen des doch nicht ganz so gemütlichen Aufstiegs auf über 2.000m Meereshöhe haben sich gelohnt. Die imposante Bergwelt rund um das Kreuzjoch war traumhafte Kulisse für den gemeinsamen Dank-Gottesdienst in luftiger Höhe. Schön auch, dass doch einige aus Göfis mit dabei waren. Es gab Zeit für Begegnung, gemütliches Jausnen und Genießen der Bergkulisse. So war dann der Abstieg ins Tal wieder Symbol für den laufenden Wechsel zwischen den Höhen und Tiefen des Lebens. Ich kann nur jedem empfehlen, diesen Weg an diesen besonderen Kraftort selber zu gehen.

Rainer Nägele, Pfarre Göfis

Siehe auch den Artikel: Gebete auf 2261 Höhenmeter