Kirchenmusik von Karfreitag bis Mariä Heimsuchung

Die zweite Hälfte des Arbeitsjahres startete unser Kirchenchor mit Beginn der Fastenzeit. Auf der Agenda stand zunächst die Vorbereitung für die Kartage. So wurden für Karfreitag neue  a cappella Motetten und Gesänge alter und neuer Meister einstudiert, u.a. das wunderschöne „Jesus Christus ward für uns gehorsam“ von Felice Anerio (1560-1614) sowie die Motette „Christus factus est“ des früheren Wiener Domkapellmeisters Ferdinand Habel (1874-1953). Zeitgenössische Werke von Wolfram Menschick und Max Eham ergänzten das musikalische Programm der Karfreitagsliturgie.

Die Feier der Osternacht begann mit einstimmigen Kantorengesängen, eher festlich rauschende Orgelimprovisationen und Bläsercanzonen zum Gloria und anschließenden Osterhalleluja die Freude über die Auferstehung Christi verkündeten. Mit dem „Psalm 150“ (komponiert 2016) von Robert Jones sowie mit Auszügen aus der „Missa dominicalis“ des ehemaligen Domkapellmeister von Eichstätt, Wolfram Menschick, trugen wir zu einer feierlichen Auferstehungsfeier bei.

Im Mai folgte eine intensive Vorbereitungszeit für unsere bevorstehenden Einsätze im Juni: Zwölf Jahre nach der letztmaligen Aufführung in Frastanz konnten wir am Pfingstsamstag wieder Wolfgang Amadeus Mozarts „Große Credomesse“ (Missa in C, KV 257) für Soli, Chor & Orchester in das Programm aufnehmen. Petra Tschabrun (Sopran), Veronika Dünser (Alt), Stefan Gisinger (Tenor) und Matthias Haid (Bass) brillierten in gewohnter Weise im Solistenquartett. Prof. Helmut Binder an der Orgel sorgte für das nötige „Pfingstfeuer“. Besonderer Dank gilt an dieser Stelle auch unserem Konzertmeister Markus Kessler, der seit Jahren unser Orchester mit Bravour anführt.

Im Anschluss an die Festmesse wurden wir traditionellerweise von der Pfarre für unsere Einsätze während des Kirchenjahres mit einem feinen Abendessen im Haus der Begegnung verwöhnt, für das wir uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken.

Eine Woche später durften wir anlässlich der Pfarrvisitation von unserem Diözesanbischof Dr. Benno Elbs flotte Spirituals und Neues geistliches Lied singen. Unsere Literaturauswahl beeindruckte nicht nur unseren Bischof, sondern auch die Jugendlichen, die gleichzeitig in diesem Festgottesdienst das Sakrament der Firmung empfangen haben.

Und schließlich führte uns Mitte Juni der lang ersehnte Chor-Orchester-Ausflug in die Heimat von unserem langjährigen Mitglied Hemma, nämlich nach Wien. Nachdem unser Pfarrer, P. Mag. Gottfried Wegleiter, viele Jahre als Guardian im Franziskanerkloster in Wien wirkte, nutzten wir die Kontakte und gestalteten in der wunderschönen Franziskanerkirche im ersten Wiener Bezirk eine bis auf den letzten Platz besetzte Vorabendmesse mit einer Wiederholung von Joseph Haydns „Großer Orgelsolomesse“ in Es-Dur. Als Solist an der Orgel konnten wir Universitätsprofessor Johannes Ebenbauer gewinnen, dessen Können und Virtuosität wir nicht nur im Literaturspiel, sondern auch in der Begleitung des Gemeindegesangs bestaunten. Für den verhinderten Bass-Solist sprang unser Chormitglied Johannes ein. Die Mitfeiernden dankten unser Mitwirken mit einem langanhaltendem Applaus!

Zelebriert wurde der Gottesdienst von P. Gottfried, der zeitgleich mit einer Abordnung unserer Pfarrgemeinde ebenfalls in Wien residierte. Nach der erfolgreichen Gestaltung der Messfeier wurde noch ausgiebig beim Heurigen in Döbling gefeiert.

Den letzten Einsatz hatten wir schließlich noch Anfang Juli beim Patroziniumsgottesdienst zum Festtag „Mariä Heimsuchung“ in Maria Ebene. Beschwingt haben wir unter der Leitung unseres Chorleiters David Burgstaller die Messbesucher in die Ferien entlassen – mit flotten Spirituals, Gesängen und Rufen aus dem neuen Gesangs- und Gebetsbuch „Gotteslob“ sowie Liedern des oberösterreichischen Komponisten Gerhard Schacherl (*1951).

Noch vor Beginn der Sommerpause haben wir mit der Vorbereitung für unser großes Gemeinschaftskonzert im Herbst 2017 begonnen. Zusammen mit den weiteren Chören unserer Gemeinde sowie dem Musikverein Frastanz als Veranstalter gestalten wir einen Benefizabend, in dessen Zentrum die „Missa brevis“ für Chor und Blasorchester des niederländischen Komponisten Jacob de Haan (1959) stehen wird. Den Termin, Freitag, 10. November, sollte man sich jetzt schon im Kalender vormerken!

Und schließlich durften wir beim Abschlussabend der „Tage der Kirchenmusik 2017“ der Diözese Feldkirch unsere Sangeskollegen aus anderen (Kirchen-)Chören kulinarisch verwöhnen. Zuvor aber hatten die Teilnehmer der Singwoche den Abschlussgottesdienst mit Joseph Haydns „Nelsonmesse“ und Chorsätzen zum neuen Gotteslob zu gestalten. Sie musizierten dieses Jahr zusammen mit unseren „hauseigenen“ Orchestermusikern unter der Gesamtleitung des Linzer Domkapellmeisters Josef Habringer. Die Solisten waren Renate Ess (Sopran), Ingrid Zumtobel-Amann (Alt), Johannes Schwendinger (Bass) sowie unser Chorleiter David Burgstaller, der nicht nur als Tenorsolist, sondern auch als Kantor und im Vorfeld als „Mädchen für alles“ im Einsatz war.

Belohnt wurden die Mitwirkenden nicht nur mit einem großen Applaus der Messbesucher – nein, auch kulinarisch. Deftiges und Herzhaftes durfte beim Abschlusshock ebenso wenig fehlen wie sündhaft süße Verführungen vom Dessertbuffet und hausgemachte Sängermedizin. Die gemeinsame Organisation und die gelungene Bewirtung stärkten unsere Chorgemeinschaft aufs Neue und geben uns Ansporn auf das kommende Chorjahr 2017/18.

Wir starten mit unserer ersten Probe am Mittwoch, 06. September 2017, um 20.00 Uhr!

Neue Sängerinnen und Sänger sind in unser Chorgemeinschaft herzlich willkommen!

Wenn auch du bei uns mitsingen möchtest, freuen wir uns über deine Kontaktaufnahme!

Ein spannendes, abwechslungsreiches Programm erwartet uns wieder ab kommenden Herbst!

Anna Schuster (Obfrau): anna_schuster1@gmx.at bzw. 0664 / 17 35 632

David Burgstaller (Chorleiter): david.burgstaller@gmx.at bzw. 0650 / 500 60 82