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Bauerngenossenschaften in Äthiopien

Die Pfarre Frastanz unterstützt seit 2014 ein gemeinsames Projekt der Caritas Vorarlberg und der Caritas Meki im Bezirk Siraro in Äthiopien, das sich der Selbsthilfe der Bauern vor Ort verschrieben hat. Durch dieses Projekt konnten bisher knapp 5.000 bäuerliche Haushalte in 9 Genossenschaften integriert werden.

Seit 2011 wurden im Bezirk Siraro,  der flächenmäßig in etwa so groß ist wie der Bezirk Bregenz und in dem ca. 180.000 Menschen leben, 9 Bauerngenossenschaften aufgebaut, neun Getreidelagerhäuser errichtet und Bäuerinnen und Bauern darin geschult, diese Genossenschaften selbstständig zu verwalten und zu führen.

Genossenschaft wie bei uns
Die Genossenschaften versorgen die Bauernfamilien lokal mit Betriebsmitteln für ihre Landwirtschaften, wie es schon bei uns die
„Lagerhäuser“ oft getan haben. Dadurch ersparen sich die Bauern hohe Transportkosten und Verluste durch schlechte Lagerung.

Ebenso können die Bauern zur Erntezeit ihre Produktion, meist  Mais, Weizen oder Bohnen, an die Genossenschaft verkaufen. Diese nimmt den Bauern die Ernte lokal und ohne große Transportkosten zu fairen Preisen ab und vermarktet die gesammelte Ernte einer Region dann gemeinsam. Dadurch können bessere Preise erzielt werden als bei der Einzelvermarktung.

Einige Genossenschaften haben aus ihren Erträgen bereits andere Aktivitäten für die Bauernschaft vor Ort begonnen und verkaufen Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfes. Auch das erspart den Bauernfamilien lange Wege und damit hohe Kosten.

Auch in Siraro sind dieses Jahr einige Gebiete von einer lange dauernden Dürre betroffen. Einige Bauernfamilien werden auf Nothilfe angewiesen sein. Aber immerhin existieren nun überall Getreidespeicher, die als Zwischenlager und Verteilzentren dienen können.

Zukunftsperspektive
Die Caritas wird die Genossenschaften in Siraro noch einige Zeit begleiten und sicherstellen, dass das erworbene Wissen und Know-How bestmöglich umgesetzt wird. Aber schon jetzt ist klar: Mit ihren Genossenschaften haben die Bauerfamilien in Siraro an Gestaltungsmöglichkeit und Autonomie gewonnen.

Von März 2014 bis Oktober 2015 lief das Projekt „Zukunft ohne Hunger“ in der Pfarre Frastanz. Brigitte Scherrer hatte die Koordination über. Viele kleinere Aktionen stießen auf ein reges Echo. Zum Abschluss wurde der Gesamterlös von € 32.652,- der Caritas übergeben. Vor der Kirche wurde die eindrucksvolle „Säule gegen den Hunger“ enthüllt.