So lautet das neue Schwerpunkt-Projekt der Pfarre Frastanz. Hunger ist immer noch eine reelle und ernst zu nehmende Gefahr für Millionen von Menschen weltweit. Das Projekt wird durch den Einsatz von Frastanzer und Frastanzerinnen getragen. Freiwillige Helfer, sowie regionale Firmen haben bereits einen Grundstein gelegt, um langfristig für Ernährungssicherheit in einem der ärmsten Regionen der Welt sorgen. In dem Projekt werden äthiopischen Bauern nachhaltige Wege zur Selbstversorgung aufgezeigt und bei der wirtschaftlichen und sozialen Unabhängigkeit von Zwischenhändlern unterstützt. Das Projekt, welches seit 2005 von der Caritas betreut wird, hilft direkt vor Ort. Hannah Entner aus Frastanz konnte sich davon direkt vor Ort ein Bild der Situation machen.
 
Durch Beratung, gezielte Hilfeleistung und Koordination in der lokalen Bevölkerung, schafft jeder Spender die Voraussetzungen für nachhaltigen Erfolg gegen den Hunger. Das ist der erste Schritt zur Selbsthilfe für die meist ländlich geprägte Bevölkerung.
 
Kuskus, Hirse und eine Hungersäule
Lebensmittel sind in Äthiopien, verhältnismäßig teuer. So müssen 80 % des Einkommens für Essen und Trinken aufgewendet werden. Umgerechnet auf ein durchschnittliches Einkommen würde das für uns astronomische Preise bedeuten: 1l Mineralwasser um 55,40 EUR oder 1 kg Weißbrot um 22,10 EUR! Mit einem in Frastanz gefertigten Säckchen, gefüllt mit nachhaltig produziertem Kuskus oder Hirse, kann symbolisch eine Mahlzeit für Bedürftige erworben werden.
 
Auch eine Hungersäule, auf welcher sich die Frastanzer Mitbürger mit einem Spendenbetrag verewigen können soll in Zukunft neben dem Haupteingang der Pfarrkirche angebracht werden. Diese soll den nachhaltigen Gedanken, welchen das Projekt prägt, auch lokal ersichtlich machen.

Frastanz packt an
Neben den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates, welche von der Koordination bis zum Besorgen von Garn für das Vernähen der Säckchen abwickelten, waren auch die Schüler und Lehrer der Mittelschule Frastanz an dem Projekt beteiligt. Viele Werkstunden wurden so fleißig an den Säckchen genäht und gebastelt. Die in Handarbeit abgefüllten und verschnürten Säckchen sind somit alles Unikate. Die HTL Rankweil, unter der Anleitung des Frastanzers Arnold Schmid, und heimische Firmen haben ebenfalls maßgeblich zum Entstehen dieses Projektes beigetragen.

An dieser Stelle einen herzlichen Dank allen Beteiligten für den unermüdlichen Einsatz, sowie den Unterstützern, ohne die eine solche Aktion nicht möglich wäre.

Neu gestalteter Friedensweg nach Maria Ebene
Gerechtigkeit und Frieden sind untrennbar miteinander verbunden. Aus diesem Grund wurden die 7 Stelen des Friedensweges nach Maria Ebene mit Bildern und Texten zum Hungerprojekt des Pfarrgemeinderates neu gestaltet.Michael Zündel von der Auslandshilfe der Caritas Vorarlberg hat uns wunderbare Bilder zur Verfügung gestellt, und auch die Texte passend dazu gestaltet. Das Ergebnis ist wirklich sehenswert und „lesenswert“.

Vielleicht nehmen sie sich einmal Zeit für einen kleinen Spaziergang. Der Weg beginnt beim Spondawald hinter der Mittelschule und geht bis zur Kapelle Maria Ebene.

Informations- und Spendenmöglichkeiten:
Um die Projekte der Caritas weiterhin unterstützen zu können, sind wir auf ihre Mithilfe angewiesen.

Spendenkonto:
Kontonummer: AT32 3742 2000 0004 0006
Verwendungszweck: 53376 

Für den Pfarrgemeinderat: Sebastian Wiederin, Brigitte Scherrer