Aktuell

Liebe Pfarrgemeinde!

"Wir betrauern das Sterben der Menschlichkeit"

Nach der Verlautbarung aus dem Vatikan, dass es keine Segnungen gleichgeschlechtlicher Paar geben dürfe, sind die Wogen der Entrüstung hochgegangen. Die einen, weil sie dieses Nein in der heutigen Zeit nicht akzeptieren wollen, die anderen, weil sie mit dem Gedanken an gleichgeschlechtliche Beziehungen nicht klar kommen.

Die Wogen der Entrüstung, die durch die vatikanische Veröffentlichung entstanden sind, zeigen, dass es höchst an der Zeit ist, einen offenen und den menschlichen Veranlagungen gemäßen Blick auf das Thema Partnerschaft zu werfen. Es geht schlicht und einfach um Toleranz und Akzeptanz. Jeder Mensch, unabhängig von seiner Veranlagung, ist ein Geschöpf Gottes und es steht niemandem zu, zu (ver-)urteilen.

An einem der letzten Sonntage habe ich öffentlich klargestellt, dass ich es mir nicht anmaße, Gott vorzuschreiben, wen er segnet. Ich als Priester segne ja nicht selbst, sondern bitte immer Gott um seinen Segen.

Nach einer intensiven Diskussion zu diesem Thema in der jüngsten Pfarrgemeinderatssitzung – coronabedingt via Zoom – haben wir uns entschieden, keine Regenbogenfahne aufzuhängen, sondern eine schwarze Trauerfahne.

Es ist traurig, mit welcher Wucht vor allem kirchlich konservative Kreise Bibelzitate aus dem Zusammenhang reißen bzw. ohne Blick auf den historischen Kontext zu werfen, gegen gleichgeschlechtliche Liebe verwenden. Es geht auch anders: Ich verweise auf einen Leserbrief in den VN vom Donnerstag, 8. April, in dem es in etwa heißt: Wenn zwei Männer sich lieben, wird geschimpft, wenn ein Mann Frau oder Kinder schlägt, wird weggeschaut.

Es stimmt, dass in der Heiligen Schrift viele Bibelstellen zu finden sind, die sehr kritisch oder auch ablehnend zum Thema "Gleichgeschlechtliche Liebe" stehen. Es steht aber auch das Doppelgebot der Liebe im Evangelium, in dem Jesus zur Gottes- und Nächstenliebe auffordert, ohne Einschränkung, aber mit einer Maßangabe: Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst!

Viele schreien im Blick auf gleichgeschlechtliche Liebe von Unzucht oder Gräuel. Ist es aber nicht viel mehr Unzucht oder Gräuel, wie blind wir oft gegenüber Ungerechtigkeit und Gewalt sind. Eine Pfarrgemeinde wie Frastanz, in der der Einsatz für Flüchtlinge immer vorbildhaft war, müsste doch aufschreien, z.B. über die Zustände in den griechischen Flüchtlingslagern und auch über die kategorische Entscheidung von Bundespolitikern, keine Flüchtlinge, auch nicht Frauen und Kinder, aus diesem Elend zu befreien und bei uns aufzunehmen. Stattdessen werden Zelte und finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, obwohl bekannt ist, dass diese die Not nicht wirklich lindern.

Weil wir meinen, dass mit dieser Engstirnigkeit Menschen mit anderen Lebensformen gegenüber und Hartherzigkeit Notleidenden gegenüber Menschlichkeit in unserer Gesellschaft stirbt, soll vor unserer Kirche die schwarze Fahne der Trauer hängen.

Moderator Norman Buschauer und der PGR der Pfarre Frastanz

Jeder Mensch zählt!

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Das aktuelle Infomail der Pfarre vom 9. April finden Sie hier.

Unsere Gottesdienstordnung finden Sie hier(Änderungen vorbehalten). Bitte beachten Sie die aktuelle Regelung für kirchliche Feiern: 2-m-Abstand bei allen öffentlichen Gottesdiensten für alle Teilnehmer/innen  sowie verpflichtendes Tragen von FFP2-Masken während des ganzen Gottesdienstes. ______________________

Den Ostergruß 2021 von Pfarrmoderator Norman Buschauer öffnen Sie bitte hier!

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Tolle Aktion unserer Firmlinge

 

Ein paar Eindrücke der Aktion "Take away a soup" der Firmlimge 2021 finden Sie hier!

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Erreichbarkeit des Pfarrbüros

Das Pfarrbüro ist geöffnet für Sie: am Dienstag und Freitag von 8 bis 12 Uhr. Wir bitten um Terminvereinbarung. Sie erreichen uns unter 05522/51769 oder 0676/832 408 163 sowie per E-Mail office@pfarrefrastanz.at. 

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Haus der Begegnung

Aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen können im Haus der Begegnung leider KEINE Veranstaltungen stattfinden!

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