Brecht in Jubel aus, ihr Trümmer Jerusalems!

Katholischer Weihnachtsgottesdienst
Aus dem Dom St. Nikolaus in Feldkirch
Sonntag, 25. Dezember 2022, 10.45 Uhr

Weihnachten ist ein Fest der Hoffnung. Jedes Jahr aufs Neue!

Was bedeutet das in einer Zeit der Krisen und der Unsicherheit?

Ausgangspunkt für die inhaltliche Gestaltung des Gottesdienstes war das Gemälde von Wolf Huber "Die Geburt Jesu" am Annenaltar des Doms: Die biblische Krippe in Bethlehem, dargestellt in einer zerstörten Kirche, in der Mitte liegt auf einem alten Baumstrunk ein neugeborenes Kind – eine Hoffnungsbotschaft. Der alte, fast erstorbene Baumstamm hat wieder ausgeschlagen, wie der Prophet Jesaja geweissagt hat. Von dem neugeborenen Kind geht im Bild alles strahlende Licht aus und macht die Gesichter der Umstehenden hell, in dem Kind bricht ein Stück Himmel herein in eine bruchstückhafte unsichere Welt. Es ist das ewige Wunder der Weihnacht: Es wird möglich, was unmöglich erscheint, wenn noch so viel zusammenbricht, ruinenhaft erscheint. Die immer neue Gottesgeburt bringt Licht ins Dunkel der Welt. Wolf Huber malte sein berühmtes Bild vor 500 Jahren in der Zeit der Auseinandersetzungen der Reformation. Die Botschaft ist heute aktueller denn je.

Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Domchor und dem Domorchester St. Nikolaus sowie Domorganist Johannes Hämmerle gestaltet. Die musikalische Leitung lag in den bewährten Händern von Domkapellmeister Benjamin Lack.

Zur Aufführung kam ein Schatz aus dem Feldkircher Musikarchiv.

Die Missa in C „Dreiklangsmesse“ für Soli, Chor und Orchester von Philipp Schmutzer d.Ä. (1821-1896). Sowie das  „Universi qui te exspectant“ (Alle, die dir vertrauen, werden nicht zuschanden werden) für Chor und Orchester von Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901).