Stifter Johann Christian Ritter von Strolz

Die Hl. Kreuzkirche liegt in Tallage an der Klostertalerstraße, anstelle einer Feldkapelle aus dem 15. Jahrhundert. Sie wurde 1748 neu gebaut, von Johann Christian Ritter von Strolz (geb. in der Parzelle Poller, die Eltern waren gemeine Wirtsleute Andreas und Magdalena Strolz geb. Fritz, 1663-1752; Summe: 6800 Gulden für Kirche und Priester, talentierter Knabe, der studieren durfte, im Dienste der Habsburger am kaiserlichen Hof in Wien und dann Fiskaldirektor (heute: Landesfinanzdirektor) in Prag, immer mit Dalaas verbunden, etliche wohlwollende Zuwendungen) gestiftet, geweiht 1756 durch den Bischof von Chur.

Kirchenbeschreibung

Die Kirche hat ein Langhaus mit eingezogenem Chor mit Rundbogenfenstern, ein Satteldach mit 8eckigem Turm mit Zwiebelhaube über dem Chor. Nördlich am Chor befindet sich ein Sakristeianbau mit 8eckigem Zwiebelturm (1902, auf Bemühen von dem aus Hall stammenden Benefiziat Josef Sckmuck). Südlich am Chor ist ein Portal. Die Vorhalle hat ein Krüppelwalmdach und eine Flachdecke, sowie ein Rundbogenportal mit einer Steinrahmung. Links Stifterportrait, rechts Figur Pietà, 20. Jahrhundert, und ein modernes Glasfenster mit Sonne.

Betraum mit Tonnengewölbe über Stuckgesims, eingezogener rundbogiger abgefaster Chorbogen, eingezogener 5/8-Chor mit stuckiertem Stichkappengewölbe. Links im Chor abgegastes Rundbogenportal. Im Westen gerade Empore mit Holzbrüstung, Kassettenfelder und Schuppenleisten. Fresken im Chor Lamm Gottes mit Buch der 7 Siegel, am Chorbogen Gnadenstuhl, bezeichnet (Wolfram) Köberl, an der linken Langhauswand Schweißtuch der Veronika, an der rechten Langhauswand Kreuzgang, alle von Wolfram Köberl, 1956.

Kirche Hl. Kreuz

Kirche Hl. Kreuz, 2008

Hochaltar, Vier-Säulenaufbau mit gedrehten Säulen, anstelle des Gemäldes Figur Kruzifixus, 17. Jahrhundert, 2 Gebälkputten von Andreas Kölle, um 1750.
Linker Seitenaltar Zwei Säulenaufbau, Figur Maria mit Kind, Mitte 18. Jahrhundert, Predellagemälde Armenseelendarstellung mit Hostie und Fegefeuer, Oberbild Gott Vater, 18. Jh.
Rechter Seitenaltar, gleicher Aufbau wie links, Altarbild 14 Nothelfer, von Franz Anton Simon, 1749; Predellagemälde Verkündigung Mariens, Oberbild hl. Barbara.
4 Putten am Chorbogen von Andreas Kölle, um 1750.
Im Chor links Hl. Johann Nepomuk, rechts Hl. Florian, von Andreas Kölle, M.18.Jh.
Unter der Empore Figuren Hl. Antonius, 19. Jh. und Hl. Jakobus d. Ä., 18. Jahrhundert.

Das Buch mit sieben Siegeln

Über das sprichwörtlich gewordene Buch mit sieben Siegeln wird ausführlich ab dem fünften Kapitel der Johannesoffenbarung im Neuen Testament der Bibel berichtet. Dabei wird in einer sehr bildreichen und surrealen Sprache geschildert, wie nacheinander die sieben Siegel an einer "innen und außen beschriebenen" Buchrolle durch Jesus Christus (in der Form des Lamm Gottes) geöffnet werden, wodurch die Apokalypse ausgelöst wird.

Beim Öffnen der ersten vier Siegel werden die vier apokalyptischen Reiter auf die Erde losgelassen.
Das fünfte Siegel lässt unter dem Altar die Seelen der Märtyrer sichtbar werden. Diese verlangen Vergeltung für ihren Tod.
Das sechste Siegel lässt die Erde beben, die Sonne färbt sich schwarz, der Mond wird wie Blut und die Sterne fallen auf die Erde.
Das sechste Siegel wird oft bereits als Zeichen des Weltuntergangs gedeutet, aber auch als Zeichen für die Errettung der vor Gott Gerechten.
Das siebte Siegel ist schließlich das definitive Ende der bisherigen Welt. Sie wird durch sieben Engel mit Posaunen und einem achten mit dem Rauchfass verheert.

Quelle: DEHIO Vorarlberg, Verlag Anton Schroll & Co, Wien, 1983