Pfarrkirche Bludesch: Die Pfarrkirche Hl. Jakobus wurde 1651/1652 nach Plänen vom Barockbaumeister Michael Beer erbaut; sie ist seine erste Wandpfeilerkirche. Sehenswert sind die von Josef Bergöntzle gebaute Orgel (1804) und der Hochaltar (1651). Die Bergöntzle-Orgel stammt aus der Silbermannschule, wurde in den Wirren der Französischen Revolution im Elsaß deponiert und 1804 nach Bludesch verbracht und in der Pfarrkirche eingebaut. Pfarrkirche und Orgel sind seit 1971 Aufführungs- und Gestaltungsort der „Bludescher Orgelkonzerte“.

Die romanische Filialkirche Zitz hl. Nikolaus ist die älteste Kirche Vorarlbergs. Sie wurde das erste Mal 842 urkundlich erwähnt; auf Grund neuer Bilder des Fundamentmauerwerkes wird ein vorromanischer Bau um 450/500 nicht mehr ausgeschlossen. Der älteste noch vorhandene Teil ist das Langhaus im frühromanischen Stil (700–800). Die 1950 freigelegten, auf das erste Drittel des 14. Jahrhunderts datierten Fresken zeigen das Jüngste Gericht, den Zug der Seligen mit Petrus an der Himmelspforte sowie zwei Szenen aus der Passion Christi. Der Zug der Verdammten wird in weiteren Bildern als Geschichte des Höllensturzes und der sieben Todsünden dargestellt. Im untersten Bildfeld (Register) der Nordwand wurde 2006 eine Vorhangmalerei entdeckt. Herausragendes Merkmal der Nikolauskirche ist der bis zur Spitze aus Bruch- und Tuffstein gemauerte Turm; das untere Turmgeviert datiert etwa 10. Jahrhundert, der obere Aufbau mit frühgotischen Fialen entspricht dem 13. Jahrhundert

 

Die Pfarrkirche Bludesch steht in der Gemeinde Bludesch im Walgau in Vorarlberg. Die römisch-katholische Pfarrkirche hl. Jakobus der Ältere gehört zum Dekanat Walgau-Walsertal in der Diözese Feldkirch. Die Kirche und der Friedhof stehen unter Denkmalschutz.

Geschichte

Urkundlich wurde sie 842 in villa Pludassis ecclesia genannt. Die Kirche war anfangs eine Filiale von Nüziders und hatte bis um 1570 einen gemeinsamen Pfarrer für Bludesch und Thüringen. Gefördert vom Landvogt Johann Rudolf von der Halden wurde 1650 die gotische Kirche abgebrochen und 1650/1651 ein Neubau mit einer Krypta vom Architekten und Baumeister Michael Beer errichtet, die 1651 geweiht wurde. 1961 war eine Außenrestaurierung, 1968/1969 eine Innenrestaurierung.

Architektur

Der barocke Kirchenbau hat ein Langhaus und einen eingezogenen Chor mit einem geraden Schluss unter einem gemeinsamen Satteldach. Das Langhaus hat je Seite drei, der Chor je Seite zwei Flachbogenfenster. Unter dem Chor ist eine Krypta und die Gruft der Familie von der Halden. An der Westfassade ist ein gemauertes Vorzeichen mit einem Kreuzgratgewölbe mit einer Rokokokartusche unter einem Pultdach und gegen Süden mit einer Rundbogenarkade geöffnet. An der Westwand der Kirche steht auch ein Kriegerdenkmal. Über dem Westportal ist ein Wappen mit der Inschrift Communitas Bludeschensis MDCH.

Pfarrkirche St. Jakobus

Das Kircheninnere zeigt sich mit einem dreijochigen Langhaus mit einem Stichkappengewölbe auf kräftigen Wandpfeilern und Flachbogenfenstern und mit einem eingezogenen runden Chorbogen und einem eingezogenen zweijochigen Chor mit geradem Schluss mit einem Stichkappengewölbe mit Bandleistenstuckfeldern auf Wandpfeilern. Im Chor links ist der Aufgang zum Turm und das Portal zur Sakristei. Die Westempore mit einer geraden Brüstung steht auf zwei Säulen und zeigt in Feldern zwischen Pilastern Gemälde der Apostel.