Fürbitten und Schlusstext zum Trachtensonntag

FÜRBITTEN

1 Für alle Menschen, die Familienangehörige pflegen und
mithelfen, dass diese in ihrer gewohnten Umgebung
bleiben und leben können.
Schenke du ihnen Kraft zum Aushalten und zum Ertragen
auch durch unsere Anerkennung – und Zeiten der Erholung.

2 Für die Verantwortlichen in Gesellschaft und Politik,
dass die sozialen Anliegen nicht nur vor Wahlen
in den Blick genommen werden.
Gott der Liebe, gib ihnen den Mut,
für die Stimmlosen einzutreten.

3 Für die vielen jungen Menschen, die sich weltoffen
und mit kreativen Ideen für Integration und Toleranz
engagieren, dass sie mutig ihre Wege gehen können.

4 Für uns selbst, dass wir uns immer wieder einsetzen
für Frieden und Gerechtigkeit im Kleinen und im Großen –
in unserer eigenen Familie,
in Gemeinde und Pfarre, überall in der weiten Welt.

5 Heute am Trachtentag beten wir für alle Menschen,
die Tracht und Brauchtum pflegen, dass ihre Bemühungen
dir, Gott, zur Ehre und den Mitmenschen
zur Freude dienen mögen.

6 Für unsere Verstorbenen: Gott des Lebens,
lass sie in unseren Erinnerungen
und in deiner himmlischen Geborgenheit weiterleben.

SCHLUSSTEXT

Jedes Jahr am zweiten Sonntag im September
gedenken Trachtenträgerinnen und Trachtenträger
in Österreich der heiligen Notburga.
Die hl. Notburga von Rattenberg wurde von der
Österreichischen Bischofskonferenz 2008 offiziell
als Patronin für die Trachten- und Heimatverbände
in Österreich genehmigt.
Notburga wurde um das Jahr 1265 als Tochter eines
Hutmachers in Rattenberg geboren
und kümmerte sich bereits zu jener Zeit
um ausgestoßene Menschen.
"Das beste Gewand" (Lukas 15,22)
bekommt der verlorene Sohn vom Vater,
als er wiedergefunden wird.
Wir wissen nicht, ob das eine Tracht war,
aber es ist ein Kleid,
das wie die Tracht
etwas zeigt von der Schönheit der Kinder Gottes.
Bei der Tracht geht es so wie im Glauben
um den Wert und die Würde des Menschen.