Aktuelles

Karwoche 2019

Gott geht alle Wege mit. In der Karwoche ist es umgekehrt. Er bittet uns, seinen Weg mitzugehen. Es ist der Weg des Friedenskönigs, der durch Leid und Tod hindurch zum Ostermorgen führt.

Am Palmsonntag grüßen wir ihn mit dem Hosanna-Ruf als den König des Friedens, der auf dem Rücken eines Esel in die Heilige Stadt reitet. Wir hören die Jubelrufe des Hosanna. Später beim Verlesen der Leidensgeschichte kippt dieser Jubel in den Ruf „Kreuzige ihn“.

Jesus weiß um die Gefahr und sehnt sich danach, mit seinen Freunden das Pessach zu feiern. Am Gründonnerstag lädt er uns ein, mit ihm zu essen und zu trinken. In diesem Jahr wird es bei uns die Kommunion in beiden Gestalten geben.
Nach der Abendmahlfeier in der Kirche denken wir an das Gebet Jesu am Ölberg, an seine Todesangst und Gefangennahme. Zum Zeichen dafür wird aller Schmuck aus der Kirche entfernt, alle Kerzen werden gelöscht und das Allerheiligste wird in einen Seitenraum gebracht. Die Menschen damals haben Gott gefangen genommen und getötet. Am Karfreitag denken wir zur Zeit der Todesstunde an die Lebenshingabe von Jesus und bei der Liturgie  am Abend verehren wir das Kreuz, denn „durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst“.

Es folgt die Grabesruhe am Karsamstag. In der Kirche wird an diesem Tag alles für Ostern hergerichtet, am Vormittag werden die Osterspeisen gesegnet.

In der Osternacht verwandelt sich das Dunkel des Grabes in das Licht der Auferstehung. In dieser Nacht ist Jesus von den Toten auferstanden.

Jesus Christus ist durch den Tod hindurch gegangen und lebt. Am Ostersonntag möchte er auch uns begegnen im feierlichen Mahl. Wer von dem Brot ißt, das er uns gibt, wird Leben in Ewigkeit. Als Christen haben wir Anteil an seiner Auferstehung.