Caritasdirektor

Termine: Mi, 25. April, Do, 3. Mai 2018

Gefragt, wofür es sich zu leben lohnt, sage ich zunächst einmal und noch ein wenig abstrakt: für Menschen. Für meine Familie, für Freunde, letztlich für jeden Menschen, der mir zu einem Nächsten wird, indem seine Lebenssituation mich berührt und ruft. Solches Engagement ist in unserer Welt
früher oder später immer auch ein politisches im Sinne des Eintretens für eine bessere und gerechtere Welt. Spannend finde ich die Frage, was „lohnen“ in diesem Zusammenhang meint. Was heißt „lohnen“ angesichts der Endlichkeit unseres Lebens? Hat sich das Leben eines Jesus von Nazaret, eines Carl Lampert, eines Franz Jägerstätter „gelohnt“? Der Preis ihres Eintretens für das Gute waren zunächst einmal Ausgrenzung, Verschmähung und Vernichtung. Ist „lohnen“ mehr als das zu tun, was das Leben einem abverlangt, meist im Alltäglichen und gelegentlich auch in der Unterbrechung des Alltäglichen?