Ludesch – St. Gerold

Das mittelalterliche Kleinod der Kirche St. Martin in Ludesch ist Ausgangspunkt dieses Weges hinein ins Große Walsertal zur Propstei St. Gerold.  Ein Tipp zur Anreise mit der S1: Vom Bahnhof Ludesch ist die Martinskirche auf schönem Weg entlang des Mühlbaches in 30 Minuten gut zu erreichen.

Steckbrief Variante 1

Von der Martinskirche Ludesch entlang der Lutz über den Gstinsweg nach St. Gerold

  • Strecke: 7,4 km
  • Gehzeit: 2,75 Stunden
  • Höhenunterschied: 315 m
  • Höchster Punkt: 870 m
  • Niedrigster Punkt: 555 m

Wegbeschreibung Variante 1

Der Weg startet bei der Martinskirche außerhalb von Ludesch und führt zunächst über den St. Martinswegweg hinein in den Ort und durch diesen durch in Richtung Thüringen. Unmittelbar nach der Straßenbrücke über die Lutz im Garoxwald führt der Weg rechts hinein in Richtung Helikopterlandeplatz Wucher. Vor dem Firmengebäude führt nun ein Weg nach links zum Gstinshof. Diesen passierend gehen wir den Forstweg weiter taleinwärts oberhalb der Lutz, bis dieser nach ca. 3 km endet. Hier führt ein Pfad steil links hinauf ins Rottobel und weiter oben queren wir den rauschenden Bach bei schönen Kaskaden und gelangen später wieder dem Walserweg nach rechts folgend auf eine kleine asphaltierte Straße. Dieser folgen wir bis zum Sportplatz, wo es kurz nach rechts hinunter zum Clubheim geht und dahinter links über das imposante Hölltobel hinüber zur nahen Propstei St. Gerold.

Steckbrief Variante 2

Von der Martinskirche hinauf auf den Ludescher Berg und weiter nach Raggal. Dann zum Kraftwerk der Lutz absteigen und jenseits in Richtung Blons aufsteigen und den Walserweg talauswärts bis St. Gerold gehen.

  • Strecke: 11,4 km
  • Gehzeit: 4,5 Stunden
  • Höhenunterschiede:                
  •     Martinskirche – Ludescherberg        550 m Aufstieg
  •     Raggal – Kraftwerk an der Lutz        300 m Abstieg
  •     Walserweg zur Propstei St. Gerold    130 m Aufstieg / 160 m Abstieg / 160 m Aufstieg
  • Höchster Punkt: 1135 m
  • Niedrigster Punkt: 590 m

Wegbeschreibung Variante 2

Direkt bei der Martinskirche steigen wir auf schönen Wald und Wiesenwegen hinauf zum Ludescherberg. Diese Hänge wurden bereits im 1. Jahrtausend von rätoromanischen Bauern als Bergmähder genutzt und bilden heute eines der Natura 2000 Schutzgebiete mit einer großen Artenvielfalt an Flora und Fauna. Während der Blick über den Walgau bis in den Rätikon oder hinüber auf den Walserkamm schweift, vernimmt man nicht selten den Duft von frisch gebackenem Brot, das hier von Pauline in einem 350 Jahre alten Bauernhaus gebacken wird.

Alternative Ausgangspunkte:
Sie können den Ludescherberg auch von Bludenz oder Nüziders kommend über Laz erreichen. Dabei wandern sie auf dem ältesten Walserweg, der hier von den ersten Besiedlern des Tales als Saumpfad an der Felsformation des Steinle vorbei angelegt wurde, um ins innere Walsertal zu gelangen. Bis zum Straßenbau 1925 führte der Fußweg und der Viehtrieb immer noch über diesen Saumpfad.

Der Weg führt dann hinter der Jausenstation Berghof über eine Wiese aufwärts querend weiter in Richtung Raggal. Bald erreicht man die alte Straße die nun leicht abwärts führt und passiert das „Alte Rössle“. Am alten Walserweg gelegen gönnten sich hier Fuhrleute mit ihren Pferden nach dem steilen Anstieg aus dem Tal eine Rast. Eine weiteres Hinweisschild und ein „Leukapeli“ erinnern hier auch an den Lawinenwinter 1689.

Von Raggal führt der asphaltierte Weg dann über den ruhig gelegenen Bargenboden hinunter zum Stausee der Lutz. Jenseits der Staumauer steigt der Weg durch den Wald in Richtung Blons an. Sobald wir eine asphaltierte Straße erreichen gehen wir dem dortigen Wegweiser folgend links hinunter in Richtung Über Walserweg – Propstei St. Gerold. Beim nächsten Wegweiser bei einem alten Stall führt der Weg dann abwärts in den Wald hinein. Hier sind die Markierungen etwas spärlich und von der anderen Richtung kommend gibt es ein Hinweisschild „Kinder an der Hand führen“, das seine Berechtigung hat. Bitte halten Sie im Wald Ausschau nach den Markierungen und so führt der Weg bald rechts hinunter zum Bach des Rüfitobels mit einer schönen Grillstelle. Jenseits der Brücke steigt der Walserweg wieder durch den Wald an und quert dann schöne Wiesen talauswärts bis man im Quadrätschatöbili vor vielen Wegschildern zur nahen Propstei steht. Am besten nimmt man sich hier noch ein wenig Zeit und folgt den Schildern Weg der Sinne & Stille mit Sinn-Sprüchen und Dichterworten von Mystikern verschiedener Religionen inmitten eines wundervollen Naturreservates mit 13 Teichen.

Karten & Co