5. Wegimpuls: Neue Wege durch die Fastenzeit 2012

"Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.

Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesagt habe. Bleibt in mir, dann bleibe ich in euich.
Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt.

Ich bin der Weinstoch, ihr seid die Reben.
Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht. Denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen." Joh 15,1-17

Der Winzer hegt und pflegt den Weinstock, bis er Früchte trägt. Jesus vergleicht den mütterlich-väterlichen Gott mit dem Winzer. Wer sich öffnen will bis zum Wurzelgrund, gibt Gott und seiner verwandelnden Kraft Raum im Leben.

Jesus bietet allen an, mit ihm in Verbindung zu bleiben für ein spirituelles, menschliches Wachsen und Reifen:

  • Ich nehme wahr, wie es mit meiner Sehnsucht nach Zugehörigkeit, Verbundenheit und Vernetzung mit Menschen steht.
  • Ich nehme meine Ängste und die Sorgen anderer Menschen im sozialen Bereich ernst - auch den Wunsch nach Geborgenheit und Beheimatung.
  • Wenn ich/wir vergunden bleibe(n) mit dem Weinstock, kann ich bzw. können wir Frucht bringen. Welche Assoziationen und Erfahrungen bringe ich/bringen wir damit in Verbindung?

(aus der Broschöre "Neue Wege gehen")

Ritual für den Alltag

Ich nehme mein Leben, Etappen meines Lebens oder Ereignisse in den Blick:

Als ich den Weinberg meines Lebens pflanzte,
als die Sonne brannte über dem gebeugten Rücken bei der Steinlese im Frühjahr,
als der Regen prasselte und ich Schutz suchte vor dem Hagel im Sommer,
als ich sah, was danach noch übrig war,
als ich anfing mit Murren und Hoffnung,
als die Tauben ansetzten, die Trauben blau wurden,
als die Zeit kam für die Weinlese im Herbst,
als Bottiche und Fässer sich füllten, schaute ich zurück und wusste - meine Mühe musste sein.
Aber das Wachsen, das Reifen, die Fruchtfülle für den Winter- sie kamen von dir, Gott.

Autor unbekannt

Ich spüre nach, wo ich hängen bleibe und lasse Erinnerungen wach werden.
Ich schreibe, male, erzähle jemandem etwas von meinen tieferen Erkenntnissen und Erfahrungen.