Impuls zum 4. Fastensonntag

Schriftlesungen zum 4. Fastensonntag
Chronik 36, 14-16.19-23 (Gott lässt sich in Jerusalem ein Haus bauen); Epheser 2,4-10 (Aus Gnade gerettet)
Evangelium: Johannes 3,14-21 (Das Licht kam in die Welt damit wir leben)

Der Traum vom „ewigen Leben“
Immer wieder begegnet mir in Werbungen die Sehnsucht nach einem ewigen Leben – egal ob ewig jung, ewig attraktiv und aktiv, ewig gesund und fit. Dieser – vielleicht schon uralte – Menschheitstraum ist mit einem Schlag Realität geworden – ja, Sie haben richtig gelesen – er ist wirklich! Denn das ewige Leben ist uns Menschen von Beginn an geschenkt.

Wer ist Jesus für mich?
Nikodemus, ein schriftkundiger Mann der Pharisäer, sucht Jesus heimlich in der dunklen Nacht auf. Vielleicht aus Angst, entdeckt zu werden oder aus Unsicherheit sich selbst gegenüber. Oder aber, weil die Stille der Nacht ein wirkliches Gespräch in sich birgt. Nikodemus ist – wie du und ich – ein suchender, fragender und zweifelnder Mensch, der noch Zeit braucht, um seine Beziehung zu Jesus klären zu können. Und ihm geht in dieser Nacht ein Licht auf. Es geht um seinen Glauben und um sein Zutrauen, dass Jesus auf die Welt gekommen ist, um ihm (und uns allen) das Leben zu schenken.

Du bist das Licht in meinen Dunkelheiten
Diese Verheißung, dass Gott uns so sehr liebt, ist für Nikodemus ein echter Trost. Diese Zusage dir und mir – jeder und jedem, der an ihn glaubt. Und wem Jesus als das Licht inmitten der tiefsten Nacht und Krise begegnet, der verliert die Macht der Angst. Dann kann der heutige Fastensonntag zurecht ein Sonntag der Freude werden. Denn der 4. Sonntag der Fastenzeit wird „Laetare“ genannt, weil wir in dieser Zusage Grund genug haben, uns zu Freuen über den Sieg des Lebens über den Tod, sichtbar im Sieg des Frühlings über den Winter.

Matthias Nägele

Bild: "Der Herr ist mein Licht" Walter Habdank, 1978.

Die Fastenpredigt von Elisabeth Dörler, Werk der Frohbotschaft Batschuns zum Thema "Betrübt trösten" finden Sie hier.