Die Katholische Kirche Vorarlberg setzt ein Zeichen für die Bewahrung der Schöpfung und gegen Strukturen der Ungerechtigkeit. Wir beteiligen uns an der Earth Hour 2012 und drehen am 31. März 2012, um 20.30 Uhr, den Strom ab.

Ganz selbstverständlich knipst man den Lichtschalter an und dreht den Fernseher lauter. Ganz selbstverständlich ist es, dass genügend Energie vorhanden ist, um uns unseren Lebensstil zu ermöglichen. Selbstverständlich ist es aber eben nicht. Immer rücksichtloser wird die Natur ausgebeutet, immer dramatischer wird die Situation für die Menschen, die nicht das Glück hatten, in der so genannten „Ersten Welt“ geboren worden zu sein.

Die Earth Hour setzt ein Zeichen gegen alle diese Strukturen und Machtmechanismen, die die Umwelt und das Klima zerstören – auf Kosten der Armen. Es ist ein Zeichen, wenn weltweit die Lichter aus gehen – wie zum Beispiel am kommenden Samstag, von 20.30 bis 21.30 Uhr.

Diese Kirchen schalten den Strom ab

Auch die Katholische Kirche Vorarlberg setzt dann ein Zeichen für den Klimaschutz und die Schöpfungsbewahrung. Zum Beispiel, indem an prominent positionierten Kirchengebäuden wie der Basilika Rankweil, der Heiligkreuz und der Laurentiuskirche in Bludenz, dem Dom in Feldkirch, in Dornbirn St. Martin, in Bildstein oder auch in Bregenz Herz Jesu die Beleuchtung ausgeschaltet wird. 

Anbetung bei Kerzenschein: Die Jugend macht mit!

Die Jugendlichen beim Diözesanen Weltjugendtagtreffen am 31. März im Institut St. Josef in Feldkirch setzen ebenfalls ein Zeichen: Sie werden bei der Anbetung um exakt 20.30 Uhr das Licht ausschalten und stattdessen Kerzen anzünden. Anschließend findet eine Lichterprozession mit dem Weltjugendtags-Kreuz statt.
Das Konzert der Immanuel Lobpreiswerkstatt, das den Weltjugendtag abschließt, startet ebenfalls bei Kerzenschein und unplugged.

60 Minuten für die Welt – Einladung an die Pfarren

Alle Pfarren der Diözese Feldkirch wurden eingeladen, sich der Aktion anzuschließen: 60 Minuten abschalten für mehr Gerechtigkeit, Fairness und Nachhaltigkeit auf unserem Planeten. Dafür wurden auf der Liturgiebörse der Katholischen Kirche Vorarlberg Texte, Materialien und Ideen zur Gestaltung von Gottesdiensten zum Thema der Earth Hour gesammelt.

Die Earth Hour ist die Gelegenheit hervorzuheben, was auch ganzjährig für die Bewahrung der Schöpfung geleistet wird. Die Earth Hour soll mehr als nur 60 Minuten dauern, sie soll nachwirken.

„Wir haben mit der Unterstützung eines Solar- und Windkraftwerkes auf dem Dach einer Buschambulanz in Afrika/Malawi ein Zeichen in diese Richtung gesetzt. Für jede im Diözesanhaus Feldkirch verbrauchte Kilowattstunde geht ein Cent in die Finanzierung dieser Anlage. Gemeinsam mit der Ökostrombörse und ,Energie für den Frieden’, über welche dieses Projekt unterstützt werden kann, konnten wir das Energiethema direkt mit dem Gedanken der Solidarität mit den Armen verbinden“, erklärt Michael Willam, Leiter des Teams Lebensgestaltung und Ethik, wo auch abseits der Earth Hour Farbe für die Natur bekannt werden kann.

Die Geschichte der Earth Hour

Alles begann 2007 in einer Stadt – Sydney. Mehr als 2,2 Millionen australische Haushalte nahmen am 31. März 2007 an der ersten Earth Hour teil und schalteten für eine Stunde das Licht aus, um ein Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzen. Ein Jahr später erreichte die Earth Hour 370 Städte in 35 Ländern verteilt über 18 Zeitzonen.

Von Jahr zu Jahr steigerten sich die Teilnehmerzahlen, so dass die Earth Hour im vergangenen Jahr 1,8 Milliarden Menschen erreichte. Die Lichter berühmter Gebäude und Wahrzeichen gingen aus – zum Beispiel der Eiffelturm in Paris, der Big Ben in London, der Tafelberg von Kapstadt und die Christusstatue von Rio de Janeiro.


 

Earth Hour 2012 – Programm und Aktionen


Licht aus: u. a. wird die Beleuchtung der Basilika Rankweil, der Heiligkreuz und der Laurentiuskirche in Bludenz, des Doms in Feldkirch, der Martinskirche in Dornbirn, der Kirche Herz-Jesu in Bregenz und Maria Bildstein in Bildstein ausgeschaltet

Einladung an die Pfarren: Die Pfarren wurden eingeladen, Gottesdienste zum Thema der Earth Hour zu gestalten bzw. dieses Thema in den Gottesdiensten aufzugreifen.
Weitere Informationen in unserer Liturgiebörse.

Diözesaner Weltjugendtag im Institut St. Josef in Feldkirch:
Anbetung bei Kerzenlicht, Lichterprozession mit dem Weltjugendtags-Kreuz und anschließendes Konzert mit der Immanuel Lobpreiswerkstatt.

Mitarbeiter/innen des Diözesanhauses:
wurden eingeladen, sich ebenfalls an der Earth Hour zu beteiligen und eine Stunde lang den Strom auszuschalten.

www.earthhour.at