Rund 23.000 Besucher/innen zählte man bei der „Langen Nacht der Kirchen“ , für die heuer rund 600 Ehrenamtliche im Einsatz waren und 40 Kirchen zur Entdeckungsreise einluden. Und da wurde fleißig hinter- und gefragt. Wer die ganzen Menschen auf den Fenstern der Kirche sind zum Beispiel, welche abenteuerlichen Treppen bestiegen werden müssen um den Adventkranz anzubringen und wie sich die evangelische Gemeinde in Vorarlberg gebildet hat zum Beispiel.

Einen Eindruck, was bei der Langen Nacht der Kirchen in Vorarlberg alles los war, erhalten Sie beim Durchklicken der Bildergalerie oben.

Kopfhörer rauf, Ton an und schon hört man Sagenhaftes und Legendäres über die Basilika Rankweil. Oder man trifft sich in der neu renovierten St. Peterskirche zur exklusiven Führung, wandert in Dünserberg entlang von Bildstöcken zur Kapelle, erfährt in Bludenz, was „typisch evangelisch“ ist, schlüpft durch die Tür der alten Pfarrkirche in Nofels ins diözesane Kunstdepot, trifft sich in Sulzberg zum Pfarrcafé, steigt in Höchst auf den höchsten Kirchenturm, lässt sich in Dornbirn beim „poetry slam“ die Worte um die Ohren sausen und und und.  Die „Lange Nacht der Kirchen2015“ hatte viele Gesichter. Sie war musikalisch, humorvoll, still, laut, ernst. Kurz und gut: alles, nur nicht eintönig.

Zigtausende Besuche auf den Beinen

In Zahlen lässt sich die „Lange Nacht der Kirchen“  schnell zusammenfassen. 40 Kirchen beteiligten sich in den Regionen Bregenz, Dornbirn, Feldkirch, Bludenz und Bregenzerwald mit über 230 Programmpunkten an diesem ökumenischen Begegnungs- und Entdeckungsprojekt, das von den katholischen, den evangelischen und den serbisch-orthodoxen Pfarrgemeinden angeboten wurde. Und rund 23.000 Besucher/innen wurden dabei von 18 bis 24 Uhr quer durchs Land gezählt.

Ganz neue Perspektiven

Hinter den Zahlen aber stecken viele individuelle Entdeckungen und überraschende Aha-Erlebnisse. „Die ,Lange Nacht der Kirchen‘ lädt dazu ein, Kirche, Gott und Welt vielleicht einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten, scheinbar Bekanntes neu zu entdecken“, schickte Bischof Benno Elbs der diesjährigen „Langen Nacht der Kirchen“ voraus, während Projektleiter Dr. Markus Hofer am Ende eines arbeitsintensiven aber unbedingt lohnenden Projekts stolz festhält: „Wir würden gerne Menschen für Gott öffnen. Vielleicht müssen wir für viele moderne Menschen dazu einen Schritt zurück gehen und zuerst das Haus Gottes für die Menschen öffnen. Genau das macht die ,Lange Nacht der Kirchen‘.“
So waren am Freitag 40 Kirchen Orte, an denen diese Schritte auf einander zu gemacht werden konnten.  Die Gelegenheit dazu besteht aber auch abseits der „Langen Nacht“ – täglich, landesweit und interreligiös.