Am 22. November 2015 ist Jürgen Grässlin für seinen unermüdlichen Einsatz gegen Waffenproduktion und Waffenhandel in Deutschland und weit darüber hinaus mit dem "Helga-und-Werner-Sprenger-Friedenspreis" für 2015 ausgezeichnet und gewürdigt worden. Gemeinsam mit Grässlin ist Barbara Davids mit ihrem beeindruckenden Flüchtlingsprojekt geehrt worden.

Jürgen Grässlin, Friedensaktivist und Rüstungsgegner, setzt sich seit Jahrzehnten aktiv für Frieden und für konkrete Schritte zur Abrüstung ein. Er ist Mitinitiator rüstungskritischer Initiativen wie das Rüstungsinformations-Büro RIB und “Aktion Aufschrei” die sich gegen Waffenexporte in Krisengebiete wendet. Das Motto: “Grenzen öffnen für Menschen, Grenzen schließen für Waffen!” Und er scheut sich nicht, gegen illegale Waffenexporte zu klagen. Seine Recherchen, auch vor Ort im Ausland, hat er in zahlreichen Büchern veröffentlicht. Er ist (Mit)Begründer der "Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel", aktiv in der DFG-VK,  RIB e.V., und den "Kritische AktionärInnen Daimler".

Die Auszeichnung wird von der INTA-Stiftung verliehen und zwar an „Menschen oder Initiativen, die sich in besonderer Weise um die Förderung des Friedens im Sinne der Stiftungsziele verdient gemacht haben. Diese sollen durch den Preis Auszeichnung, Unterstützung und öffentliche Anerkennung finden. Dieser Friedenspreis hat in erster Linie Menschen und Initiativen im Blick, die beispielhafte und innovative Aktionen und Projekte zur Förderung des friedvollen Zusammenlebens lokal, regional oder global zum Ziel haben.“ 

Die Dankesrede des Preisträger trägt den Titel: "Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten!" und setzt sich sehr engagiert und kritisch-produktiv mit der derzeit schwierigen politischen Situation in Deutschland, Europa aber auch weltweit auseinander. Die Überschrift seines Vortrags erübrigt jeden weiteren Kommentar. Sie können Jürgen Grässlins Rede als PDF herunterladen (siehe rechts unten).