Neue Kurzspielfilme für den Einsatz in Mittelschule und Oberstufe

Bis DonnerschdagBis Donnerschdag

Gottlieb Schneider probt in der Schule für sein musikalisch untermaltes Ein-Mann-"Katzentheater". Am darauffolgenden Donnerstag soll hier der "Talentabend" stattfinden, an dem er es aufführen will. Andere Jugendliche, genauer gesagt drei Jungs, die als Rapper-Trio "Gangster Bros" auftreten wollen, verlachen und beschimpfen ihn, ja, verprügeln ihn gar an der Bushaltestelle. In seiner Not wendet sich Gottlieb an den Vertrauenslehrer der Schule. Doch der ist nicht in der Lage, ihm zu helfen. Als der Junge seine Katze beim Mäusefangen beobachtet, kommt ihm eine Idee: er inszeniert sein Stück völlig anders, nämlich als Splatter ... Der Trickfilm "Bis Donnerschdag" berichtet in weichem, gut verständlichem Schwäbisch vom harten Mobbing an Schulen ? mit brillanter Erzähl-Ökonomie und frechem Zeichenstil. Aus der Jury-Begründung der Filmschau Baden-Württemberg: Es gehöre viel Zivilcourage dazu, sich im Rampenlicht bei der Schulaufführung gegen die anderen zur Wehr zu setzen. "Dabei besticht der Film durch die stilistische Geschlossenheit als Schwarz-Weiß-Strichzeichnung und die reduzierten, markanten Charaktere. Die ausgefeilte Animation bringt den trockenen Witz auf den Punkt: unschlagbar spritzig." Die Arbeitsmaterialien für die Schule enthalten vielseitige Unterrichtsideen sowie Info- und Arbeitsblätter zu "Das Miteinander gestalten" und "Soziales Lernen". Zum Film (online)

die herbergeDie Herberge

Eine wahre deutsche Geschichte: Schwäbische Rentner im Wanderurlaub verirren sich und finden einen Gasthof. Ein komischer Ort, die Rentner sind verunsichert. Aus gutem Grund: Der Gasthof ist ein Flüchtlingsheim. Das bemerken die Gäste zunächst aber gar nicht, denn sie werden bestens bewirtet. Erst als sie die Rechnung verlangen, kommt die Wahrheit ans Licht. Den Kurzfilm begleiten eine Making-Off-Dokumentation sowie ein kurzer Social-Spot.
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PonyhofPonyhof

Die 8-jährige Emma liebt das Computerspiel "Pony Place" und verbringt Stunden damit, ihre virtuellen Pferde zu versorgen. Als sie mit ihren Eltern in den Urlaub fährt, sprechen diese ein klares Computerspiel-Verbot aus. Schweren Herzens gibt Emma das Tablet ab und bittet ihre Oma darum, sich um die virtuelle Pony-Farm zu kümmern. Natürlich möchte diese ihrer Enkelin den Gefallen tun und willigt ein. Allerdings gestaltet sich die Aufgabe schwieriger und auch sehr viel zeitaufwändiger als erwartet, denn die Pferde machen nicht nur eine Menge Dreck, sondern können auch krank werden… Zum Film (online)

SchwarmSchwarm

Der zwölfjährige Leon hängt mit einer Gruppe von Jungs beim Dosenschießen ab. Als er auch schießen will, erlaubt ihm der Anführer, einen Schuss abzufeuern – aber nur, wenn er auf einen Vogel schießt. Hin- und hergerissen zwischen Moral und Wunsch nach Anerkennung schießt Leon. Doch die Folgen des Schusses verändern Einiges...Eine Mutprobe als ethische Dilemmasituation. Zum Film (online)

Fabrizios erstes MalFabrizios erstes Mal

Der 14-jährige Fabrizio fiebert dem ersten Mal mit seiner Freundin Nadia entgegen. Aber wo soll es passieren? Romantisch soll es sein und vor allem ungestört. Mit seinen Freunden schmiedet Fabrizio einen ausgefallenen Plan. Gemeinsam erstehen sie ein altes Auto und verwandeln es zu einem heimlichen Liebesnest. Humorvoll und ungezwungen stellt Regisseur Mariano Biasin die ersten sinnlichen Erfahrungen der Teenager den ambivalenten Erziehungsüberlegungen der Eltern gegenüber. Zum Film (online)

Kann ja noch kommenKann ja noch kommen

Im Grunde ist der Termin nur noch eine Formsache. Die junge Mutter hat ihr Einverständnis längst gegeben, die Adoptiveltern haben das Kind schon bei sich aufgenommen. Was lediglich noch fehlt, ist die Unterschrift des Vaters. Doch der will nicht. Es ist doch schließlich auch sein Kind. Und sie wollen ihm einfach das Recht nehmen, Vater zu sein. Alle werfen ihm vor, doch gar kein Vater sein zu wollen. Aber vielleicht kann das ja noch kommen. Vier Hauptfiguren in 15 Minuten auf intensive und glaubwürdige Weise aufeinandertreffen zu lassen – dieses Kunststück gelingt Regisseur Philipp Döring in seinem Kurzspielfilm. Dabei sind es vor allem die kleinen Gesten und Blicke, die für die Spannung sorgen und den Zuschauer nie in Sicherheit wiegen. Denn bis zum Schluss ist nicht klar, wie die Situation aufgelöst wird. Zu dieser stimmungsvollen und dichten Atmosphäre trägt auch die Leistung der Schauspieler bei, die allesamt glaubhaft eine Situation verkörpern, in der alle zuviel zu verlieren haben. Und in der es kein Richtig oder Falsch gibt. Auf den Punkt inszeniertes Kurzfilmdrama. (FBW) Zum Film (online)

Der Sinn des LebensDer Sinn des Lebens

Auf unterschiedliche Weise greifen zwei Kurzfilme die Frage nach dem Sinn des Lebens auf und regen zu Reflexion und Diskussion an. In 'Armadingen' verändert die Nachricht vom nahen Weltende das eintönige Leben eines älteren Paares grundlegend. Mit einem Mal sieht der Protagonist Walter die Welt neu und sich selbst mit existenziellen Fragen konfrontiert. Wie sollen er und seine Frau ihre letzten Stunden verbringen? Welche Lebenschancen haben sie verpasst? Der Film 'Megatrick' zeigt auf originelle Weise, dass die eigenen Lebensziele nur allzu oft vom Leben selbst konterkariert werden. 2 Filme, 5 Sequenzen, 1 Menü, 6 Arbeitsblätter PDF, 6 Arbeitsblätter Word, 2 Filmkommentare/Filmtexte, 1 Programmstruktur  Zum Film (online)

Glaubenskriege

Glaubenskriege

Ein Paar am Abend vor dem Fernseher. Es laufen Nachrichten über einen terroristischen Angriff auf Israel. Doch die Nachrichten entpuppen sich als gestellt: Das eben noch als Leiche dargestellte Kind erhebt sich, der israelische Regisseur ermutigt die Nachrichtensprecherin und einen Schauspieler, der einen Hisbolla-Milizen mimt, zu überzeugender Darstellung, um einen geplanten israelischen Gegenanschlag zu rechtfertigen. Doch schon wieder kippt die Perspektive: Auch der Regisseur ist nur ein Schauspieler in einem Film, der benutzt werden soll, um die Meinung der Massen zu manipulieren. Aber selbst diese Perspektive erweist sich wieder als inszeniert … Ein Film im Film im Film – überraschend bis zum Ende.
Der Kurzfilm macht deutlich, wie Film und Bild zur Manipulation von Zuschauern genutzt werden können. „Wenn du Blut brauchst, dann holst du dir welches“, denn „die Fakten sind alle frei erfunden“, da „die Menschen auf Verschwörungstheorien stehen“, und auch wenn es „ein kleiner Schritt für die Araber ist, so ist es ein großer Schritt für die Welt.“ Denn Bilder erheben Wahrheitsanspruch, Bilder bestimmen wesentlich, was wir glauben.
Ist Geschichte wirklich nur die Lüge, auf die man sich geeinigt hat, wie Voltaire es ausdrückt? Der Kurzfilm geht mit einem Verwirrspiel der Frage nach, wie die Politik mit Hilfe der Medien manipuliert. Hinter jeder Kamera steckt ein Mensch und hinter jedem Film eine Ideologie. Sechs Minuten die komprimiert die Medienmaschinerie in Frage stellen.

9 Leben9 Leben

Der Film porträtiert das Schicksal mehrerer Jugendlicher, die sehr früh – oft schon im Alter von 11, 12 oder 13 Jahren – entschieden haben, von zu Hause wegzugehen und zeitweise oder dauerhaft auf der Straße zu leben: Sunny, Toni, Krümel, JJ, Stöpsel, Soja und Za. Menschen also, von denen jeder einzelne mittlerweile auch schon neun Leben gelebt haben könnte. Versehen mit seelischen und körperlichen Beschädigungen.
Doch trotz dieser Zerstörungen gibt es bei ihnen eine enorme Kraft, Talente und Fähigkeiten zu entdecken. Dieser Reichtum an persönlichen Möglichkeiten steht im Mittelpunkt des Films. Die Lebensumstände der Jugendlichen auf der Straße werden deshalb auch nicht dokumentiert, sondern von ihnen in freier Wahl erzählt oder auch nicht. So kommen sehr persönliche, mitreißende und berührende Zeugnisse zustande.
Um den Fokus auf ihre Persönlichkeiten zu legen, erzählen sie vor neutralem Hintergrund im Studio von ihren Leben. Einige haben ihre Musikinstrumente mitgebracht und spielen spontan, andere zeigen Fotos oder andere künstlerische Arbeiten. So entstehen filmische Porträts wie in einer Ausstellung, einem Kunstraum.
Vorurteile und Klischeevorstellungen über „Penner“ und „Punks“ lösen sich auf. Die Jugendlichen werden in ihrer bewundernswerten Einmaligkeit erkennbar. Und sie werden zu Stars – zu Recht.