Weihnachten ist das schönste Fest des Jahres, das zwar auch aus Christbaum, gutem Essen und Familienfeiern besteht, für viele aber doch noch einen tieferen Sinn hat, der uns von innen leuchten lässt.

Von Markus Hofer

Nelson Mandela ist der führende Anti-Apartheit-Kämpfer Südafrikas, der erste schwarze Präsident des Landes und nicht zuletzt auch Friedensnobelpreisträger. Und was hat das mit dem Weihnachtstag zu tun?
Bei seiner Antrittsrede als Präsident von Südafrika verwendete er ein Gedicht, das kein Weihnachtsgedicht ist, bei dem es aber um den Glanz Gottes geht, um uns als Kinder Gottes und um das Leuchten. Ein Gedicht, das uns ermuntert, unser eigenes Licht leuchten zu lassen. Vielleicht beginnt es gerade deshalb bei unseren tiefsten Ängsten:

Unsere tiefste Angst ist nicht,
dass wir ungenügend sind.
Unsere tiefste Angst ist,
dass wir über alle Maßen kraftvoll sind.

Es ist unser Licht - nicht unsere Dunkelheit,
was uns am meisten erschreckt.
Wir sollten uns fragen: Wer bin ich,
um brillant, großartig, talentiert
und kraftvoll zu sein?
Frage dich einmal:
Was machst du eigentlich,
um all das nicht zu sein?

Du bist ein Kind Gottes.
Dein zögerliches Spiel hilft der Welt nicht.
Es wird nichts erhellt,
wenn du dich kleiner machst,
damit sich andere nicht verunsichert fühlen.

Wir wurden geboren,
um den Glanz Gottes,
der in uns ist,
offenkundig zu machen,
dieses Licht, das in allen von uns ist.

Und wenn wir es leuchten lassen,
geben wir anderen die Erlaubnis,
dasselbe zu tun.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes Weihnachtsfest, das uns leuchten lässt, jeden auch im Gesicht des anderen.