Kinder und Jugendliche brauchen Lebensräume, um sich entfalten zu können. Mit Lebensräume meine ich hier jedoch nicht örtliche Freiräume, in denen sie sich bewegen können, sondern vielmehr Lebensräume, die folgendermaßen gestaltet sind:

Daniel FurxerVon Daniel Furxer
Vorsitzender der KJ und Jungschar

Wir nehmen die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen ernst und richten unser eigenes Handeln danach aus, wir bieten ihnen verlässliche und belastbare Beziehungen an und wir unterstützen sie in der Gestaltung tragfähiger Beziehungen zu Gleichaltrigen.

Diese drei Aspekte sind zentral in der Kinder- und Jugendarbeit. Kinder und Jugendliche fühlen sich bestätigt, wenn sie mit ihren Bedürfnissen ernst genommen werden und von Erwachsenen das Signal bekommen: Ich bin wichtig, mit dem das was ich denke und wie ich fühle, ich  werde so angenommen wie ich bin und  ich werde gelobt. Anerkennung, Liebe und Geborgenheit zu spüren ist wohl für alle Menschen, gerade auch für Kinder und Jugendliche, entscheidend und sagt ihnen: Ich bin Teil einer wohltuenden Gemeinschaft.

Gemeinschaft erleben, neues entdecken und mit Gleichaltrigen Eigenverantwortung  übernehmen zu dürfen, macht Kinder und Jugendliche lebendig. Gerade sie sprühen vor Fantasie und Ideen und sind bereit, Neues und vollkommen Durchgedrehtes auszuprobieren. Das haben wohl alle Generationen von Jugendlichen gemeinsam:

Sie sprengen die Ketten, sie wollen die Welt aus den Angeln heben und sie leben im Hier und Jetzt. Wir sollten sie dabei unterstützen, dass sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen und ihre Ideen verwirklichen können. Denn oft wünschen sie sich Hilfe von Erwachsenen, die sie in ihren Anliegen ernstnehmen und begleiten.

Schwungvoll und mit Fantasie. Gerade aber auch bei Streit und Konflikten mit Gleichaltrigen sind wir als Erwachsene gefordert für sie als AnsprechpartnerInnen da zu sein und ihnen mit Rat und Hilfe zur Seite zu stehen. Das Angebot von Gemeinschaft, die auch bei Konflikten hält, ist eine wichtige Erfahrung für Kinder und Jugendliche, bei der sich soziales Lernen ereignet.

Kindern und Jugendlichen zu sagen, sie sollen das Leben leben, ist oft eine unnötige Aufforderung, da gerade sie uns vorzeigen, wie man das Leben schwungvoll und mit Fantasie bewältigen kann. Wir sollten sie bestärken und fördern, damit das Leben für sie ein Fest ist. 

Ideen und Impulse aus: In der Mitte sind die Kinder, Handbuch für Jungschararbeit

Termintipp in der "Woche für das Leben":
Lass uns das Leben feiern - in Hard

Alle Termine der "Woche für das Leben" finden Sie in der Übersicht.