Lobpreis, Gebete und inspirierende Talks waren zentrale Elemente des Events, das am Pfingstwochenende (4. und 5. Juni) stattfand. Zum Neustart nach der Pandemie hatte sich die Loretto Gemeinschaft etwas Neues einfallen lassen, 2022 gab es an ganz vielen verschiedenen Orten „Feste der Jugend“.

Andreas Marte

Das „Fest der Jugend“ führte seit Jahren an Pfingsten regelmäßig Tausende junger Menschen in den Salzburger Dom, die dort ihren Glauben feierten. Von Jahr zu Jahr wurden es mehr, zu Spitzenzeiten feierten bis zu 10.000 Jugendliche und junge Erwachsene vor der Corona-Pandemie zu Pfingsten in und um den Salzburger Dom. Bei der letztjährigen Durchführung (2021) wurde dazu aufgerufen, das Fest auch in anderen deutschsprachigen Ländern durchzuführen. So wurde die Idee für ein Pfingstfest in Feldkirch geboren. „Viele Zeugnisse zeigen, dass das Fest der Jugend – oder besser gesagt der Hl. Geist – viele junge Menschen auf ihrem Glaubens- und Lebensweg begeistert und gestärkt hat. Eine Mischung aus Lobpreis, Vorträgen, Zeugnissen, Sakramenten und einer freudigen Gemeinschaft eröffnet eine inspirierende und unvergessliche Atmosphäre für junge Menschen und bietet einen Rahmen für bleibende Gottesbegegnungen und -erfahrungen. „Wir, eine Handvoll der Vorarlberger Teilnehmer/innen, haben uns zusammengefunden und waren im Gebet und in der Planung für das Pfingstfest der Jugend bei uns im Ländle dabei“ so die Organisator/innen des Feldkircher „Festes der Jugend“.

32 internationale Schauplätze. Und so fand in diesem Jahr das große Pfingstfest der Loretto Gemeinschaft erstmals mit Veranstaltungen in ganz Österreich und auch international statt. Das Ziel war, an 32 Schauplätzen in fünf Ländern „ein Netzwerk von Lobpreis, Gebet und Preaches“ zu knüpfen, um einen Raum aufzumachen, „in dem viele junge Menschen den Heiligen Geist neu kennenlernen“, warb die Gemeinschaft unter www.pfingsten.at für die zweitägige Veranstaltung am Pfingstwochenende. Es sei an der Zeit, „pfingstliche Leuchtfeuer über den ganzen deutschsprachigen Raum und darüber hinaus zu verteilen“.

„Freude, Jubel, Lobpreis, Party, intensive Community, neue Freunde, Tiefgang – und ganz viel Heiliger Geist“: Das sollte es heuer bei vielen Loretto–Pfingstfesten geben. Neben regional unterschiedlichen Programmen mit Vorträgen und Talks, Gebeten, Gottesdiensten und Freizeitaktivitäten an den Locations in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Südtirol und auch in der englischen Hauptstadt London waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeitweise per Livestream verbunden.

Pfingstgottesdienste. In Salzburg war die Große Aula der Universität wieder Schauplatz des Loretto-Festes. Weitere Schauplätze in Österreich waren Altenmarkt, Breitenfurt, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz, Mönchhof, Rechberg, Wieselburg, Wien, Wiener Neustadt und Feldkirch. Viele heimische Bischöfe feiern Pfingstgottesdienste mit den jungen Gläubigen, auch Bischof Benno Elbs im Feldkircher Dom. Durchgeführt wurden besondere „Abende der Barmherzigkeit“, gekennzeichnet von „stimmungsvollem Worship, tiefen Gebeten, Möglichkeit zum Sakrament der Versöhnung und Heilung, Praystations und Anbetung“, so die Veranstalter/innen. Im Besonderen stand das Gebet um den Heiligen Geist im Vordergrund. „Wir glauben, dass die Kraft aus der Höhe kommen wird. Wie in Jerusalem – so an allen Pfingstlocations 2022“, so die Organisatoren und Organisatorinnen der Veranstaltung.

Speaker Andreas Boppart. Live zugeschaltet aus Salzburg zu allen Locations fand in diesem Jahr der Talk von Andreas Boppart statt, der am Samstagvormittag die Zuseher/innen mit seiner mitreißenden Art begeisterte. Boppart studierte Theologie und schloss sein Studium mit einem Master ab. 2004–2006 baute er einen internen Schulbetrieb der Jugendstation Alltag, einem Justizheim für Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten auf. Danach arbeitete er für die konfessionell unabhängige Missions- und Schulungsbewegung Campus für Christus Schweiz, wo er als Jugend- und Eventprediger tätig war. Er leitete den Jugendbereich von Campus für Christus Schweiz, war Initiator von Projekten wie THE FOUR, Aktion Gratishilfe und Konferenzen wie Explo 15 und Explo 17. 2013 wurde er Nachfolger von Hanspeter Nüesch als Leiter des christlichen Missionswerks Campus für Christus Schweiz, 2019 darüber hinaus auch Leiter von Campus für Christus Deutschland.

Loretto Gemeinschaft. Hinter der Veranstaltung steht die katholische Loretto-Gemeinschaft, die sich selbst als „Verbindung von jungen Christ/innen, die sich für eine lebendige und freudige Kirche in Österreich und darüber hinaus einsetzt“ beschreibt. Das Ziel der Gemeinschaft sei es, jungen Menschen Christus nahezubringen. Dazu schaffe man Räume, in denen Gott konkret erfahrbar wird. «

Entstehung
4. Oktober 1987, in einer kleinen Studenten­wohnung in der Operngasse 4, im 1. Bezirk in Wien: Drei Jugendliche trafen sich, um
gemeinsam den Rosenkranz zu beten und danach Wurstbrote zu essen. Anlass dafür war eine Wallfahrt nach Medjugorje, wenige Wochen zuvor. In den Herzen wuchs die Sehnsucht, das dort Erlebte zu Hause weiterzuleben. Das war der Anfang des ersten Gebetskreises und der Anfang der Loretto
Gemeinschaft.