Erich Baldauf wuchs in einem christlichen Umfeld auf, die Kirche gehörte zum alltäglichen Leben. Und so stand es für ihn bereits in der Volksschule fest, einmal Pfarrer werden zu wollen.

Nach der Einschulung war es sein Volksschullehrer, der sehr prägend für seinen weiteren Lebensweg wurde, aber auch der Religionslehrer, der seinen Schüler/innen eindrucksvoll Geschichten aus der Bibel erzählte. Er maturierte im BORG in Egg. Nach der Matura folgte das Theologiestudium in Innsbruck, wo sich ihm die Möglichkeit bot, für ein Jahr nach Jerusalem zu gehen.

Jerusalem.

„Die Auseinandersetzung mit dem Land und seiner Kultur ließ mich den biblischen Hintergrund besser verstehen. Je mehr man den geschichtlichen Hintergrund, das soziale Gefüge und die politischen Spannungen kennenlernt, umso verständlicher werden die Evangelien.“ Am 28. Mai 1982 wurde er von Bischof Bruno Wechner in Götzis, wo er auch bis 1987 seine 1. Kaplanstelle innehatte, zum Priester geweiht. Daraufhin wurde er Jugendseelsorger bis 1993, bevor er die nächsten 26 Jahre zuerst als Pfarrer und dann als Moderator in Dornbirn tätig war. Seit 2020 ist er als Pfarrer in Hard und als Bibelreferent tätig. 1998 wurde Erich Baldauf in den Vorstand von Kaplan Bonetti berufen, seit 2007 ist er der Vorstandsvorsitzende. „Ich möchte Menschen helfen, denen das Wasser bis zum Hals steht,“ betont der Jubilar. „Der Beruf des Priesters ist ungemein vielfältig und abwechslungsreich. Seit mehreren Jahren sind wir in einem großen Veränderungsprozess und heute ist die Frage nach der Nachhaltigkeit besonders wichtig. Aus diesem Grund ist mir die Bibelarbeit ein Herzensanliegen“, so der Pfarrer, der auch einen Bibel-Blog (www.bibellabor.at) betreibt.

Vertrauen.

„Was ich als außergewöhnlich empfinde, ist dieser große Vertrauensvorschuss, der dir als Pfarrer entgegengebracht wird. Man wird in Lebenssituationen involviert, die sehr außergewöhnlich sind. Wenn ich diesen Weg nicht gegangen wäre, hätte ich viele Erfahrungen und wertvolle Begegnungen nie machen können. Begebenheiten, dank denen ich viel fürs Leben lernen durfte.