Lektorin, Kantorin, Kommunionhelferin, Musikerin, PGR-Mitglied sowie Mitarbeit bei Erstkommunionvorbereitung und Totenwache - die Liste der Aufgaben für Elisabeth Schaffenrath in ihrer Pfarrgemeinde ist milde ausgedrückt umfangreich. Die Bludenzerin schöpft jedoch viel Kraft aus ihrer ehrenamtlichen Arbeit: „Jeder dieser Dienste erfüllt mich mit Freude und Dankbarkeit.“

Ohne Zweifel, Elisabeth Schaffenrath ist vielbeschäftigt. Während unseres rund einstündigen Gesprächs läutete mehrmals das Telefon. Das Treffen der Erstkommunikanten der Pfarre Hl. Kreuz muss vorbereitet werden. Für die 66-Jährige ist die behutsame Begleitung der Kleinen vor ihrer Erstkommunion besonders wichtig: „Kinder haben noch einen ursprünglichen Draht nach oben. Sie sind nicht so kopflastig wie wir und können das Herz noch öffnen. Sie brauchen einen persönlicheren Zugang und sollen auf diesem Weg Jesu Freunde werden.“ Man müsse mit viel Herzblut und Leidenschaft auf die Kinder eingehen. „Wenn ich selber nicht davon überzeugt bin und nicht daran glaube, dann kommt das auch bei den Kleinen nicht an“, ist Elisabeth Schaffenrath überzeugt.
Bis zu ihrer Pensionierung war Elisabeth Schaffenrath mehr als 40 Jahre lang zuerst Volksschul- und dann Religionslehrerin. Obwohl sie in den vergangenen Jahren bereits längst in den Ruhestand übertreten hätte können, stand sie bis zum letzten Schuljahr noch für vereinzelte Unterrichtsstunden im Klassenzimmer. „Ich helfe einfach dort, wo ich gebraucht werde“, so die Bludenzerin.

Gottesdienste mitgestalten.

Die Vorbereitung der Erstkommunion ist aber nur eines von vielen Themen, für die sich Elisabeth Schaffenrath ehrenamtlich engagiert. „Ich trage darüber hinaus gerne zur gelungenen Gottesdienstgestaltung bei - sei es als Lektorin, Kantorin, Kommunionhelferin oder als Musikerin durch Harfe und Hackbrett.“ Letzteres unterrichtet sie auch jetzt noch an der Musikschule Bludenz.

Angehörige begleiten.

Ein besonderes Herzensanliegen sind für Schaffenrath die Totenwachen in der Pfarrgemeinde. Durch behutsame Gespräche könne sie dadurch Menschen in Extremsituationen begleiten und mit persönlich gestalteten Gedenken auch Personen erreichen, die ansonsten der Kirche eher fernstehen. „Es tut den Angehörigen meist richtig gut, wenn sie über die Verstorbenen reden dürfen.“ Jede Totenwache würde individuell gestaltet und getextet, eine Vorbereitungszeit von sechs bis sieben Stunden sei dabei keine Seltenheit.

Am Reich Gottes mitarbeiten.

Für ihre Verdienste um die Pfarrgemeinde wurde Schaffenrath Ende Oktober vom Land Vorarlberg ausgezeichnet. „Ich hoffe, dass ich durch meinen Einsatz einen kleinen Beitrag leisten kann, damit unser Seelsorgeraum für möglichst viele Menschen religiöse Heimat und Anker werden kann.“
Für Elisabeth Schaffenrath ist es derzeit die zweite Periode im Pfarrgemeinderat und sie würde gerne auch im neuen PGR wieder mitarbeiten. Davon möchte sie auch andere Gemeindemitglieder überzeugen: „Das Tätigkeitsfeld ist so breit. Hier kann wirklich jeder etwas beitragen, denn jeder von uns ist als getaufter Christ dazu berufen, am Reich Gottes mitzuarbeiten.“

Serie
Rund 25.000 Menschen engagieren sich in Vorarlberg innerhalb der Katholischen Kirche bzw. der Caritas. Das Kirchenblatt stellt Menschen vor, die in den Pfarrgemeinden sowie in verschiedenen Einrichtungen mitwirken.