Pfr. i. R. Richard Robin zeichnet in der Diözese für eine Vielzahl an Sanierungen verantwortlich, war an der Neugründung der Bruderschaft St. Christoph maßgeblich beteiligt und hat das Ansuchen um die Erhebung der Liebfrauenkirche zur Basilika umgesetzt.

Der gebürtige Schweizer und Sohn eines deutschen Diplomaten wuchs in einem agnostischen liberalen Haushalt auf. Nach dem Krieg kam seine Familie nach Österreich, wo er sich - nach einem Unfall und einem Gespräch mit einem Krankenhausseelsorger - für seine theologische Laufbahn entschied. „Das war sicherlich auch aus einer Protesthaltung meinem Vater gegenüber heraus“, sagt Pfr. Robin. Diese Protesthaltung zeigte er auch gegenüber der damalig sehr autoritären Kirche, derer zum Trotz er seinen eigenen Weg ging. „Ich habe immer versucht, auf der Linie mit den Worten Jesu zu sein“, sagt Pfr. Robin. „Seine Botschaft hat uns auch von der Frage erlöst, wozu das Ganze gut ist.“ Nach seiner Weihe 1961 kam er 1962 nach Bregenz in die Pfarre Herz Jesu, wo er das Kolpinghaus leitete und in der HTL unterrichtete - keine leichte Aufgabe. „Das Haus stand wirtschaftlich schlecht da, es gab kaum Personal“, erzählt Pfr. Robin. Das habe auch seiner Gesundheit damals nicht gut getan. „Ich war aber offensichtlich so brauchbar, dass man mich als Diözesanvertreter nach Wien und als General- und Zentralrat nach Köln entsandt hat.“ Da ihm die arbeitliche Belastung in Bregenz zu viel wurde, fragte er um eine Versetzung an.

Bauen, bauen, bauen

So verschlug es Pfr. Robin 1972 nach Dafins - wo abermals eine Großbaustelle wartete. „Es musste vieles saniert werden und ich versuchte, die Jugend neu anzusprechen“, erzählt er. Neben seinem weiteren Engagement an der HTL Rankweil und am Gymnasium in Feldkirch wurde er dann 1987 nach Rankweil berufen, wo er als Wallfahrtsseelsorger die Innenrestaurierungen leiten durfte und später auch für die Erhebung der Liebfrauenkirche zur Basilika verantworlich zeichnete. „1985 wurde ich dann in den Ruhestand verabschiedet. Da es im Land keine Wohnung für mich gab, hat man mich in Stams gebeten, ob ich nicht in den Stift kommen will“, sagt Pfr. Robin. Dort war er weitere 15 Jahre und leitete die Sanierung des Stifts. Im Jahr 2004 durfte er dann in den schwer verdienten Ruhestand gehen, den er nun im Sanatorium der Kreuzschwestern in Hochrum verbringt. „Hier bin ich für die alten Menschen da. Zudem brauchen mich auch die Blumen im Haus und die Amseln in Winter“, schließt er.

Richard Robin, Pfr. i.R.

Pfr. Richard Robin leitete zahlreiche Bauprojekte. (Foto: KKV)

(aus dem Vorarlberger KirchenBlatt Nr. 25 vom 24. Juni 2021)