„Brot und Gott zu den Menschen bringen“, egal wo auf dieser Welt. Mit dieser Kurzformel hat Pfarrer Ludescher einmal beschrieben, worin seine Aufgabe als Pfarrer, aber auch als Diözesandirektor der Päpstlichen Hilfswerke Missio sieht. Es ist ein Leitgedanke, der trägt und ausrichtet.

Von Vorarlberg aus in die weite Welt, das könnte eine Überschrift im Leben von Pfarrer Werner Ludescher sein. Geboren wurde er 1956 in Rankweil, in Innsbruck und München studierte er Theologie und wurde am 28. Mai 1982 von Bischof Bruno Wechner in der Pfarrkirche Götzis zum Priester geweiht. Als Kaplan ging es für ihn zunächst in die Städte – in die Pfarren von Dornbirn St. Martin und Bregenz Herz-Jesu. Als Pfarrer war er 13 Jahre lang in Fontanella und elf Jahre in Dornbirn Oberdorf tätig. Heute leitet er den Pfarrverband Kennelbach-Lauterach. Aber das ist bei weitem nicht alles. Davor ging es für Werner Ludescher nämlich „hinaus“, nach Peru, Äthiopien, Kamerun und auf die Philippinen. Dort habe er, wie er 2014 in seinem „Antrittsinterview“ als Diözesandirektor der Päpstlichen Missionswerke feststellte – Missio – „die schönsten Erfahrungen von lebendiger Weltkirche machen dürfen“.

Den Schatz des Glaubens teilen.

Hinausgehen, zu den Menschen, das ist bis heute maßgebend für Werner Ludeschers Dienst als Priester. „Papst Franziskus betont oft, wie wichtig es ist, den missionarischen Geist zu wecken. Die Kirche muss missionarisch sein, sonst ist sie nicht Kirche. Die Kirche muss hinaus zu den Menschen. Es braucht den ,missionarischen Geist‘: Das Verlassen des bequemen Sofas, das innere Feuer, das für Christus brennt und uns antreibt, mit anderen den Schatz des Glaubens zu teilen.“
Dieses Wissen um das „innere Freuer“ verstärkte sich für Pfarrer Werner Ludescher ab 2007 noch einmal mehr. Damals durchlebte er eine seiner größten Lebenskrisen. Eine Operation am Herzen stand an und Pfarrer Ludescher schwebte in Lebensgefahr. Er habe damals, so erzählte er einmal, eine zweite Chance bekommen, die er noch intensiver für Gott und die Menschen nutzen wolle. „Ich möchte jeden Tag nutzen, um dem Herrgott zu dienen und den Menschen, die mich brauchen.“