In einer Zeit, in der der eiserne Vorhang noch Bestand hatte, wuchs Pater Adrian Buchtzik in Schlesien in Südpolen auf. Durch seine Mutter, die damals Organistin war, kam er in Jugendjahren erstmals mit Ordensleuten in Kontakt und lernte das Leben im Kloster etwas näher kennen.

Nach der Matura entschloss sich P. Adrian zu einem Philosophie- und Theologiestudium in Katowice. Er trat in den Franziskanerorden ein und wurde 1982 zum Priester geweiht.

Was für ihn damals schier unmöglich schien, nämlich eine Ausreise aus Polen, wurde mit der Übernahme des Klosters in Bezau durch die Franziskaner plötzlich Realität. Ohne jemals zuvor ein Wort Deutsch gesprochen zu haben wurde P. Adrian nach seiner Priesterweihe als einer von drei Franziskanern in den Bregenzerwald entsandt. „Dank der Hilfe von Wolfgang Heim erlernte ich die Deutsche Sprache und unterrichtete bald darauf bereits an der HASCH Bezau,“ erinnert er sich zurück. Von 1985 bis 1991 war er als Pfarrer von Bizau und Reuthe tätig, ehe die nächste große Veränderung anstand.

Umzug nach Bludenz

Da die Kapuziner Anfang der 1990er Jahre auch das Kloster in Bludenz verließen, übersiedelte P. Adrian gemeinsam mit P. Wenzeslaus Dabrowski in die Alpenstadt. Dort bestand die erste große Aufgabe darin, das in die Jahre gekommene Kloster auf den neuesten Stand zu bringen und die Klosterkirche zu renovieren. „Unser Ziel war es von Anfang an einen Ort der Begegnung im Franziskanischen Geiste zu schaffen“, so P. Adrian.
Die Wahl zum Provinzial sollte 2003 die nächste Wende in seinem Leben bringen. Wieder musste er seinen Lebensmittelpunkt verlegen. Dieses Mal nach Polen. Während seiner sechsjährigen Leitungsfunktion war P. Adrian besonders darum bemüht „den Kontakt zwischen Ost und West zu pflegen“.
Zurück in Bludenz war ab 2009 neuerlich Pionierarbeit angesagt, galt es doch den Zusammenschluss zum Seelsorgeraum achtsam vorzubereiten. Im Jahr 2019 folgte mit der Übernahme der Pfarre Lech im Auftrag von Bischof Benno Elbs, die bisher letzte Wende in seinem Leben, das sehr von der Liebesbeziehung zu Jesus geprägt ist. « JS