Am 4. September geht’s los: Der 19jährige Alex Holzer startet von Dalaas aus. Sein Weg führt ihn über Zürich und Amsterdam nach Ecuador. Dort wird er ein Jahr lang als Freiwilliger im Einsatz sein. Bis zum Abreisetag gibt es aber noch einiges zu tun...

zu: Zivilersatzdienst

von Katrin Kranz

Die Anfänge

Auf die Idee, seinen Zivilersatzdienst im Ausland zu absolvieren, kam der Handelsschulabgänger durch seine ältere Schwester. Bei seinen Recherchen stieß er dann auf die Organisation „Jugend Eine Welt“. Diese bietet Volontariatseinsätze bei Don Bosco-Projekten in Lateinamerika, Asien und Afrika an. Für Alex war aber von Anfang an klar, dass er in ein spanischsprachiges Land will, um so seine erworbenen Sprachkenntnisse aus der Schule aufbessern und vertiefen zu können. Zusätzliche Motivation ist für Alex die Möglichkeit, eine neue Kultur und eine andere Mentalität kennen zu lernen.

Seine Mission

Jugend Eine WeltDa es in Ecuador nur möglich ist, vor Ort ein Jahresvisum zu beantragen, muss Alex in der Hauptstadt Quito zuerst noch einen Antrag stellen, bevor es dann zu seinem Einsatzort Ambato (ca. 2,5 Stunden mit dem Bus von Quito entfernt) weitergeht. Dort wird Alex mit zwei weiteren Volontären hauptsächlich mit Kindern arbeiten und unter anderem für die Unterrichts- und Freizeitgestaltung sowie Nachhilfebetreuung verantwortlich sein. „Ich möchte Menschen, die nicht das Glück haben in einem Land aufzuwachsen in dem Bildung selbstverständlich ist, die Möglichkeit geben sich weiterzubilden und so eine Chance im Leben bekommen. Mit meinen persönlichen Fähigkeiten möchte ich die Kinder in Ambato dabei unterstützen und begleiten“, begründet Alex seinen Schritt im Projekt mitwirken zu wollen. Er ist sich sicher, dass die guten Zeiten überwiegen werden, dennoch ist er sich gleichzeitig auch bewusst, dass die Arbeit nicht immer leicht sein wird und merkt an: „Man sollte sich vor dem Auslandsjahr schon Gedanken machen, ob man für so etwas geschaffen ist.“

Vorbereitungszeit

Durch die Organisation „Jugend Eine Welt“ wurde der junge Vorarlberger auf seinen Einsatz gut vorbereitet. Das Hauptaugenmerk der Vorbereitung lag unter anderem auf dem Erlernen des richtigen Umgangs mit Kindern aus armen Verhältnissen. Die Vorbereitungszeit gliederte sich in vier Module, welche drei Wochenenden und eine Vorbereitungswoche umfassten. „Diese Module waren für uns alle sehr wichtig und wir haben viel gelernt, zum Beispiel, auf was man am Einsatzort speziell achten sollte“, berichtet Alex. Sollten, wider Erwarten, doch Schwierigkeiten auftreten, so gibt es einen Projektleiter vor Ort oder die Jugendlichen können mit ehemaligen Freiwilligen per E-Mail Kontakt aufnehmen.

Volle Konzentration

Nach Hause will Alex den Kontakt natürlich ebenfalls halten, allerdings beschränkt: „Ich möchte mich in diesem Jahr völlig auf meine Arbeit im Projekt konzentrieren“, erklärt der 19-Jährige, „für meine Familie und Freunde bin ich aber über Facebook oder E-Mail jederzeit erreichbar.

Wichtige Unterstützung

Alex HolzerGefragt nach den Reaktionen von Familie und Freunden auf seinen Wunsch, ein Jahr in Ecuador zu arbeiten, entgegnet Alex: „Meine Mama ist natürlich traurig, aber trotzdem freut sie sich für mich, wie auch alle anderen aus meinem Bekanntenkreis. Sie unterstützen mich wo sie nur können.“ Und diese Unterstützung braucht der junge Mann auch, denn: „Für das Jahr in Ecuador fallen viele Kosten an. Mein Selbstbehalt beläuft sich auf € 2.100. Derzeit bin ich noch auf der Suche nach Personen und Firmen, die mich und das Projekt unterstützen. Der gespendete Betrag bleibt zu 50% bei mir, die anderen 50% fließen in mein Projekt in Ecuador.“ Die verbleibende Zeit in der Heimat wird Alex also für die Sponsorensuche, das Lernen der Sprache und den Kauf notwendiger Utensilien nützen, bis es dann am 4. September wirklich heißt: ¡Partiendo hacia Ecuador! Auf nach Ecuador!

Unterstützung

Kto.-Nr. 00092083767
BLZ 60.000 (PSK)
Wichtig: Verwendungszweck
„Volontariat Alex Holzer“

alex.theodor@hotmail.com


Zivilersatzdienst

Anstelle des Zivildienstes ist es in der Form des Zivilersatzdienstes (§12b, Zivildienstgesetz) möglich, als Freiwilliger 12 Monate im Ausland zu arbeiten. Die anerkannte Organisation „Jugend Eine Welt“ bietet die Chance, an einem Projekt in Indien, Ghana, Mexiko, Ecuador oder auf den Philippinen mitzuwirken. 

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