Das Symbol der Asche erinnert an den Ernst, aber auch an die Einmaligkeit des Lebens. Am Aschermittwoch lud die Kath. Frauenbewegung zum Suppenessen ins Landhaus.

Mit der Aktion „Halt amol” lud das Pastoralamt dazu ein, die Fastenzeit als Chance für das Leben zu nutzen.  Ganzheitliche Impulse wollen dabei helfen, mitten im Alltag innezuhalten und zu sich zu finden. Rechts in der Bildergalerie finden Sie Eindrücke von der Aschenauflegung und dem anschließenden Fastensuppenessen im Landhaus.

Es ist ein alter Traum der Menschheit schon von Anbeginn an: wie ein Phönix aus der Asche zu steigen. Nach allen Niederlagen plötzlich wieder aufglänzen und es den Spöttern und Neidern endgültig zu zeigen. In der Kirche wird die Asche weniger bildgewaltig, dezenter und spröder eingesetzt. Am Beginn der Fastenzeit erinnert sie an die Unbeständigkeit des Menschen.

Seit jeher liegt über der Fastenzeit ein großer Ernst, aber zugleich auch ein großes Versprechen: Es geht um die Erneuerung und Erfrischung der Lebenskräfte, betont Matthias Nägele vom Team Spiritualität. Und er verweist auf die Natur: „Dort, wo im Winter alles tot schien und sich jetzt neues Leben zeigt, lässt sich erahnen, was es heißt, sich auf Ostern vorzubereiten.” Als Einladung und Chance sieht auch Bischof Elmar Fischer die kommende österliche Bußzeit. Er ruft dazu auf, die Einladung Jesu zum Leben nicht ungenützt vorbeiziehen zu lassen. Dies aber gelingt erst im Bewusstsein der Ernsthaftigkeit unseres Lebens. Die Kirche wird so zu einem Ort der Einübung ins Menschsein.   

Der Weg, den Christ/innen am Aschermittwoch beginnen, ist kein finsterer Weg der Weltflucht, sondern ein Weg zum Leben. Die Asche - sie stammt aus den Palmzweigen des Vorjahres - erinnert daran, dass sich im Leben alles wandelt. Das Feuer, dem wir die Asche verdanken, ist auch jenes Feuer, das uns an Ostern den Sieg über die Nacht des Todes vor Augen führt.

„Halt amol”, so schreit es manchmal in uns ganz laut und deutlich. Und wir wissen, dass wir nun etwas verändern müssen. Die Fastenzeit wird so gesehen zur Gelegenheit, sich selbst und die Welt genauer wahrzunehmen, neue Weichenstellungen vorzunehmen und in all dem vielleicht auch Gott neu zu entdecken.  
Klaus Gasperi

www.haltamol.at

Suppe essen für einen guten Zweck

Die Katholische Frauenbewegung Vorarlberg lädt wieder ein:

Suppenessen LandhausAm Aschermittwoch findet das Suppenessen mit dem Landeshauptmann in der Landhaus-Eingangshalle statt. Diese Aktion, die Sammlungen an den Aschermittwoch-Gottesdiensten und die Fastensuppenessen, die landauf landab organisiert werden, gelten alle dem Familienfasttag.

Im kfb-Team um Berta Egger und Heidi Rauchegger ist Marlies Müller dafür  zuständig.
Sie erzählt: „Bei einem Aufenthalt in Nicaragua vor acht Jahren habe ich in einem Schlüsselerlebnis erkannt, wie wichtig es ist, die Frauen dort zu unterstützen, auch finanziell.“ Es ist ihr ein wirkliches Herzensanliegen, dass Frauen von Lateinamerika bis Asien so unter die Arme gegriffen wird. Irmgard Bilgeri aus Hittisau hat sich in Indien überzeugt, dass die Spenden des Familienfasttages  optimal verwendet werden.  Das Thema des Familienfasttags 2010 ist der Klimawandel. Wenn dieser bei uns den Wintertourismus in Frage stellt, dann geht es in diesen Ländern des Südens einfach ums nackte Überleben.
Ölz

Mi 17.02., 11.30 Uhr, Liturgie mit Aschenauflegung durch Bischof Elmar Fischer in der Seekapelle in Bregenz, anschließend 12-13 Uhr Fastensuppenessen im Landhaus.