Fünf Wahrnehmungen von Univ. Prof. Dr. Johannes Pock am Ende der Kick-Off-Veranstaltung zum Prozess "Kirche in der Stadt" am 3. Februar 2012 in Dornbirn

Für Pock ist es wichtig, welche Begriffe in pastoralen Prozessen verwendet würden. Er empfiehlt Positivbegriffe und biblische Bilder, um die Veränderungen gut kommunizieren zu können. "Kommunikation" selbst sei dabei das Um und Auf. Denn die Leute dürften nicht das Gefühl haben, nicht ausreichend informiert zu sein. Kommunikation ist für Pock vor allem Beziehungs- und Medienarbeit. Auch der Zeithorizont dürfe nicht vergessen werden. Zum einen gelte es, die Gelegenheit, den "Kairos", am Schopf zu packen. Zum anderen brauchen Entwicklungsprozesse viel Zeit. In einem Jahr könne gar nicht alles umgebaut sein.

Den Vorarlbergern empfiehlt Pock Lust am Prozess. Dieser sonst in der Kirche nicht so positiv besetzte Begriff bringe aber die Frage nach der notwendigen Motivation der Menschen in den Blick. Schließlich plädierte der Wiener Pastoraltheologe für ein Miteinander von Mission und Absichtslosigkeit. Die Kirche müsse missionarisch bleiben, denn erst "im Hinausgehen können wir uns selbst gewinnen. Und noch etwas: Der, der etwas primär tut oder bei den Menschen bewegt, zu denen wir gehen, ist der Heilige Geist, nicht wir."

Pock freue sich auf jeden Fall, wenn in vielleicht fünf Jahren Botschafter aus Vorarlberg nach Wien oder in die Steiermark kämen, um von ihren Erfahrungen zu berichten.