Katholische Frauenbewegung Vorarlberg

Frauen und Mädchen im Lockdown: Gewaltschutz ausbauen. kfb zu "16 Tage gegen Gewalt"

[Wien, 25.11.2020, PA] Für den weiteren Ausbau des Gewaltschutzes in Österreich plädiert anlässlich der am 25. November startenden Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ die Katholische Frauenbewegung Österreichs. „In Österreich und weltweit ist die Zahl von Fällen häuslicher Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen während der Pandemie bedingten Lockdown-Phasen deutlich gestiegen“, so Petra Unterberger, stellvertretende Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs: „Räumliche Enge, finanzielle Unsicherheit und Mehrfachbelastung von Eltern schaffen Druck in den Familien. Frauen, die angesichts von Schulschließungen und eingeschränkten Versorgungsmöglichkeiten weit überwiegend die private Care-Arbeit übernehmen, sind in dieser Situation besonders vulnerabel.“ Die kfbö fordert daher verstärkt Maßnahmen zum Schutz von Frauen und Mädchen in Österreich. Von Politik und Zivilgesellschaft fordert sie darüberhinaus, den Blick auf globale Zusammenhänge zu richten und Verantwortung zu übernehmen, etwa was die wirtschaftliche und vielfach auch sexuelle Ausbeutung von Frauen in der Arbeitsmigration betrifft. Gemeinsam mit der Initiative „Klappe auf“ lädt die kfbö in der Kampagnenzeit zu einer Trickfilmreihe, im Rahmen derer von Frauen produzierte Filme im Themenbereich „Care und Gewalt“ öffentlich präsentiert und diskutiert werden.

Klappe auf! 16 Tage gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen* (26.11.-07.12.2020)

Unter dem Motto "Klappe auf!" macht sich eine Kooperation von österreichischen Organisationen aus dem Frauen- und entwicklungspolitischen Bereich für ein gewaltfreies Leben aller Frauen* und Mädchen* stark. „Klappe auf!“ veranstaltet jährlich eine Aktion, die zum Thema Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* sensibilisiert.

Diesmal war ein Trickfilmabend in der Brunnenpassage geplant.
Aufgrund der Covid-19-Maßnahmen geht die Aktion von  26. November bis 7. Dezember 2020 hier auf dieser Seite online!

Taifun „Vamco“ gefährdet kfb-Partner*innen in den Philippinen

Spendenaufruf: Nach dem siebten Taifun in fünf Wochen erreichen uns schreckliche Bilder von unserer Partner*innen-Organisation KUMARE. Auf den Bildern von Jelen Briones, einer KUMARE-Frau aus Infanta im Osten der Insel Luzon, wo das Sierra Madre-Gebirge abrupt zur Pazifikküste abbricht, steht alles unter Wasser oder ist vermurt.

Katastrophenhilfe in Zeiten der Pandemie

Die Katastrophenhilfe nach den Taifunen ist in den Philippinen bereits angelaufen. Sie gestaltet sich in Zeiten der Pandemie und des Social Distancing äußerst schwierig. Seit März 2020 gilt in den Philippinen der Gesundheitsnotstand. Ein neues Notstandgesetz hat die Macht des zum Teil brachial regierenden Präsidenten Duterte stark erweitert. In weiten Teilen des Landes herrschte ein kompletter Lockdown, der insbesondere über Kinder unter 15 Jahren und Personen über 60 Jahren eine komplette Ausgangssperre von 7 Monaten verhängte.

Präsident Duterte ließ Verstöße gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie mit harten Strafen ahnden. Zehn Tausende Menschen wurden wegen Verstößen gegen die strengen Ausgangsbeschränkungen verhaftet. Es gibt Berichte über Kinder, die zur Abschreckung in Hundekäfigen eingesperrt und öffentlich angeprangert wurden. „Doch wie sollen es Menschen in den vielfach extrem beengten Wohnverhältnissen aushalten, so lange eingesperrt zu bleiben“, fragt unsere Projektereferentin Clara Handler.

Die Ausgangsbeschränkungen wurden zudem ausgenützt, um unliebsame Aktivist*innen an Protesten zu hindern. Proteste gegen das neue Anti-Terrorismusgesetz wurden vom Militär gewaltsam niedergeschlagen. Diese Law and Order-Politik hat Angst und Unsicherheit verbreitet. Mittlerweile gibt es kaum noch Proteste. Viele haben Angst davor, mit Corona in Verbindung gebracht und stigmatisiert zu werden.

 

 

Die Katholische Frauenbewegung der Diözese Feldkirch trauert um Frau Berta Egger!

Sie war viele Jahre ehrenamtliche Vorsitzende und hat in dieser Zeit sehr viel für Frauen in Bewegung gebracht. Danke Berta, Gott möge es dir lohnen.
Ingrid Härle, Vorsitzende der kfb Vorarlberg mit dem kfb-Team

 

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  • Die kfb ist eine Gemeinschaft von Frauen, die einander auf dem Weg der Persönlichkeitsentfaltung begleiten und sich gegenseitig ermutigen, blockierende Rollenbilder zu überwinden, sowie neue Wege zu gehen. 
  • Die kfb ist eine Gemeinschaft in der Kirche. Frauen in der kfb teilen ihren Glauben und helfen einander, ihre Berufung zu erkennen und zu leben. Als getaufte Christinnen wollen kfb-Frauen gleichberechtigt und partnerschaftlich am Leben der Kirche teilhaben und es gestalten. Die kfb vertritt ihre Anliegen. Die kfb ist auch für Frauen offen, die keine Berührung mit Kirche haben oder ihr distanziert gegenüberstehen.
  • Die kfb weiß sich dem Auftrag des Evangeliums verpflichtet, "die Würde und die Rechte des Menschen zu verteidigen, Situationen aufzuzeigen, in denen die Menschenwürde verletzt wird und selbst dazu beizutragen, dass die Würde und die Rechte des Menschen in Arbeit, Wirtschaft und Gesellschaft verwirklicht werden." 

Damit ist die kfb eine Gemeinschaft von Frauen, die sich konsequent für weltweite Gerechtigkeit, Frieden und den sorgsamen Umgang mit der Schöpfung einsetzt - auf Basis der regionalen Arbeit.

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