... liegt auf dem Rücken der Pferde? Für manche schon. Für andere ist es eine bunte Pappbox mit vielen wunderbaren Dingen...

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„Das war wirklich reiner Zufall“, sagt Susanne Krämer. Man könnte auch meinen: Es war Glück – dass genau dieses „Glück“ Jahresthema ist an der Freien Montessori Schule in Altach. Seit September taucht es in den unterschiedlichsten Zusammenhängen auf: Auf den handgeschriebenen Blättern am „Glücksbaum“ gleich hinter der Eingangstür, in einer Erzählung im Schulgottesdienst – oder, wie jetzt, in Form einer schuhschachtelgroßen Box namens „Glücksbüx“. Das meint Krämer mit „Zufall“: Dass diese Sozialaktion so ideal zu all den Gedanken passt, die sich ihre Schülerinnen und Schüler ohnehin gerade machen. Was ist das, dieses „Glück“? Ist es die Freude über eine neue Jacke – oder doch eher zu wissen, dass einen die eigene Familie auffängt, egal was ist? Wird Glück wirklich mehr, wenn man es teilt? Und was haben die „Rücken der Pferde“ mit all dem zu tun?

Was heißt „Glück“ noch gleich auf Englisch?

An diesem Vormittag diskutiert nicht nur die Klasse G über diese große Vokabel, sondern auch ihre AustauschpartnerInnen aus dem englischen Culham/Oxfordshire: Ist Glück gleich „luck“ oder meint es doch eher „happiness“? Kann man Glück suchen und festhalten? Oder wartet man lieber darauf, dass es einen findet?

Man könne zum Beispiel jemandem anderen ein Geschenk machen, um Glück zu teilen, liest Yannick aus einem englischen Text vor – womit das Prinzip Glücksbüx recht gut beschrieben wäre: Junge VorarlbergerInnen füllen die Boxen mit Dingen, von denen sie wissen, dass andere Spaß daran haben. Nach dem Fest am See am 26. Mai werden sie dann weitergereicht an all die Jungen und Mädchen im Ländle, die gerade nicht ganz so viel Schönes zu teilen haben. Kinder, die gegen Krebs kämpfen. Kinder, die vielleicht nicht jeden Tag satt werden. Kinder, die ohne Mutter und Vater sind.

Serotonin für alle!

Neben Fußbällen, Buntstiften und Duschgel verschwinden auch gigantische Tafeln englischer Schokolade in den Glücksbüxen – Stichwort „Serotonin“. Außerdem: Zettel mit ganz persönlichen Glückstipps der Achtklässler.

Lauras Patentrezept ist zum Beispiel ein Besuch im Stall: Der Duft von Stroh und Heu und Pferd, das Klirren der Steigbügel, der Blick aus dem Sattel in die Welt – alles Glück der Erde! Auch, wenn sie weiß, dass natürlich nicht jeder einen Stall vor der Nase hat oder reiten kann und darf. Aber auch das ist eine Erkenntnis: Dass Glück eben etwas sehr individuelles ist – und manchmal auch ein Privileg.

Glücksbüx beim Fest am See

Beim Fest am See am 26. Mai haben übrigens alle (Kinder) nochmal die Gelegenheit, Glücksbüxes zu gestalten: Ab 12:30 Uhr öffnet die Bastelstation auf dem Vorplatz. Bereits bemalte und befüllte Glücksbüxes werden ab 10 Uhr angenommen. Mehr dazu »