In den Katholischen Kirchen Österreichs werden vom 28. Dezember bis 17. Jänner keine öffentlichen Gottesdienste stattfinden. Das hat die Österreichische Bischofskonferenz am Montagnachmittag in einer neuen Rahmenordnung zur Feier der Gottesdienste beschlossen.

„Gehe nicht über Los. Ziehe nicht 4000 Mark ein“ – so hieß das früher bei Monopoly. Und auch, wenn im Spiel inzwischen von Euro die Rede sein dürfte: Ein bisschen fühlt sich das, was Regierung und Bischofskonferenz in diesen Tagen verkünden, so an – „Zurück auf Los“.

Aber inzwischen kennen Sie das ja alles: Nach dem Lockdown ist (wie) vor dem Lockdown und im Lockdown gehen die kirchlichen Spielregeln so:

In den Katholischen Kirchen Österreichs werden vom 28. Dezember bis 17. Jänner keine öffentlichen Gottesdienste stattfinden. Das hat die Österreichische Bischofskonferenz am Montagnachmittag in einer neuen Rahmenordnung zur Feier der Gottesdienste beschlossen. Die Regelung setzen eine dementsprechende Vereinbarung um, die kurz zuvor von den 16 gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften mit Kultusministerin Susanne Raab getroffen wurde.

Kirchen offen für das persönliche Gebet

„Die Kirchen stehen tagsüber weiterhin für das persönliche Gebet offen“, hält das Regelwerk der Bischofskonferenz fest. Darüber hinaus ist die Feier nicht öffentlich zugänglicher Gottesdienste im kleinsten Kreis an Sonn- und Wochentagen unter bestimmten Bedingungen zulässig. Die ab Montag in einer Woche geltenden Regeln entsprechen weitgehend den Regelungen, die bereits beim letzten Lockdown vom 17. November bis 6. Dezember gegolten haben.

„Wie in vielen europäischen Ländern tritt auch bei uns kurz nach Weihnachten erneut ein Lockdown in Kraft. Aufgrund der ernsten Situation sind alle aufgefordert, ihren Beitrag zu leisten. Daher werden die staatlichen Maßnahmen zur Überwindung der Corona-Pandemie von der Katholischen Kirche wie bisher mitgetragen“, erklärte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Franz Lackner, gegenüber Kathpress.

„Die Weihnachtsfreude ist heuer sicher verhaltener als sonst, vielleicht ist sie aber auch inniger und tiefer.“ Er sei „sehr dankbar“, dass auch am Stephanitag und am Sonntag unter den gebotenen strengen Auflagen noch Gottesdienste stattfinden können, so Lackner. „Damit ist ermöglicht, dass sich die Gläubigen besser auf verschiedene Gottesdienste verteilen können und dass alle, die zu Weihnachten eine Messe mitfeiern möchten, das auch wirklich tun können.“

Miteinander füreinander beten

Auch und gerade während des Lockdowns gehe das christliche Leben weiter, so der Erzbischof: „Die Kirchen bleiben zum persönlichen Gebet offen und im kleinsten Kreis wird stellvertretend für die Gemeinde der Gottesdienst gefeiert und vielfach im Internet übertragen. Vor allem sollen wir in den nächsten Wochen daheim unseren Glauben leben. Wer miteinander betet, hält zusammen, auch wenn es schwierig wird. Dieses Wort von Mutter Teresa hat sich schon so oft bewahrheitet. Beten stärkt den Frieden und gibt Hoffnung“, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz.

Detaillierte Regeln gibt es für „nicht öffentlich zugängliche Gottesdienste“ und sind hier nachzulesen »

Quelle: kathpress.at / red