Was für eine Bilanz: 2.307 Fahrräder, 222 Autos, 110 Motorräder, 3 Traktoren, 3 Boote, ein landwirtschaftliches Vehikel und 138 Maultiere konnte die MIVA Austria 2016 aus Spendenmitteln finanzieren. Ääh, Moment: Maultiere?

Doch, genau: Vor allem im hurrikangezeichneten Haiti würden die Mulis dringend gebraucht, schreibt MIVA-Geschäftsführerin Christine Parzer im Vorwort zur Bilanz 2016. Für die Menschen aus den abgelegenen Bergdörfern, die mit ihren Waren zum Markt und später wieder zurück nach Hause müssten, führe der Weg durch steiles, unwegsames Gelände. Die trittsicheren (Maul-)Tiere nähmen ihnen hier einen Teil der Last ab.

Für Lebensmittel, Medikamente, Baumaterial

Sie tun also im Kleinen das, was die Missionsverkehrsarbeitsgemeinschaft, kurz MIVA, im Großen für junge Kirchen, Projekte der Entwicklungszusammenarbeit und die medizinische Versorgung in den ärmsten Regionen der Welt tut: Sie helfen tragen. Nicht nur auf Haiti, sondern in insgesamt 61 Ländern der Erde. Seit 67 Jahren gelangen so Lebensmittel, Medikamente und Baumaterial besser und sicherer an die Orte, an denen sie gebraucht werden.

Insgesamt 5,3 Millionen Euro kamen 2016 zusammen, davon allein rund 3,5 Millionen Euro aus Spenden. Ein Großteil dieses Geldes fließt trotz leicht gestiegener Verwaltungsaufwendungen (3,1 % (164.242 €) 2016 ggü. 2,6 % (156.000 €) 2015) direkt in die Projekte – insgesamt 327 im vergangenen Jahr (380 Projekte 2015). Der detaillierte Finanzbericht 2016 steht als PDF-Download zur Verfügung.

Drahtesel für die Welt

Gut 230.700 Euro flossen in die Finanzierung von Fahrrädern, den mengenmäßig größten Posten in der MIVA-Bilanz. Damit man mit „Drahteseln“ auch heuer wieder das Leben von Menschen jenseits gebirgiger Regionen erleichtern kann, bittet das Hilfswerk um Spenden für die inzwischen traditionelle FahrradAktion im Frühjahr – entweder verwaltungsarm via Online-Formular oder per Überweisung auf das Spendenkonto (IBAN AT07 2032 0321 0060 0000).