Mit diesen Worten ergänzte nicht nur Sebastian Kurz bei seiner Angelobung seinen zweiten Eid als österreichischer Bundeskanzler.

Mit der zusätzlichen religiösen Beteuerung unterstreichen viele Politiker/innen in aller Welt die Ernsthaftigkeit ihrer Selbstverpflichtung zum Regierungsamt – ähnlich wie Zeugen bei Gericht ihre Wahrheitstreue. Auch in Österreich ist ein religiöser Zusatz zur Angelobungsformel laut Artikel 72 der Bundesverfassung zulässig. Neben Kurz sprachen aus der neuen türkis-grünen Regierung auch Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger sowie Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (beide ÖVP) bei ihrer Angelobung vor Bundespräsident Alexander van der Bellen eine religiöse Beteuerung ("So wahr mir Gott helfe") aus.

Alle guten Wünsche

Gratulation an die neue Regierung, die exakt 100 Tage nach den vorgezogenen Nationalratswahlen ihre Geschäfte aufnimmt, kommt auch von Kardinal Christoph Schönborn. Via Twitter wünschte er den neuen Minister/innen der ersten türkis-grünen Bundesregierung „viel Segen und Erfolg“: „Wenn wir das Gemeinsame vor das Trennende stellen, kommt es allen zugute: der bedrohten Schöpfung, den Menschen in prekären Situationen und dem Leben von seinem Anfang bis zu seinem natürlichen Ende“, schrieb der Vorsitzende der Bischofskonferenz am Dienstag in einer persönlichen Botschaft via Twitter.

Nach der Angelobung übergab Interimskanzlerin Brigitte Bierlein der neuen Bundesregierung die Regierungsgeschäfte und wünschte Kanzler Sebastian Kurz und seinen Kabinettsmitgliedern „größtmöglichen Erfolg“. „Ihre Regierung wird Vorbild sein – weit über die Grenzen unseres Landes hinaus. Ich freue mich sehr, dass ihre Regierung mehrheitlich weiblich geprägt ist und wünsche Ihnen für die verantwortungsvollen Aufgaben viel Erfolg.“ Bierlein bedankte sich abschließend bei ihrem Regierungsteam und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bundeskanzleramts für die große Unterstützung – ebenso wie mit einer Videobotschaft bei den Menschen im Land.

Quelle: kathpress.at (1 | 2) / BKA / red