Drei Nachrichtenportale, drei Sprachen, eine Website: Das ist InfoMigrants. Ihr Ziel: Flüchtlingen, vor allem aus und in Subsahara-Afrika, dem Nahen Osten, Afghanistan und Pakistan umfangreiche Informationen zu den Themen Flucht, Asyl und Integration zukommen zu lassen. Klingt gut, finden Sie? So sieht das auch Papst Franziskus.

„Ich möchte meine aufrichtige Wertschätzung für diese wichtige Initiative zum Ausdruck bringen“, schreibt der Papst in einem Brief an die Organisatoren, wie die Deutsche Welle am Dienstag in Bonn mitteilte. In seiner Botschaft an das neue Internetportal ruft er auch Europa zu mehr Hilfe und zur Integration von Flüchtlinge auf. Nötig seien in den europäischen Gesellschaften neue Bemühungen für eine „Kultur des Willkommenheißens und der Solidarität“. Bemühungen wie InfoMigrants.

Von 'A' wie Ankommen bis 'Z' wie Zusammen leben:

Ins Leben gerufen wurde das Projekt durch die Nachrichtenplattformen Deutsche Welle, France Médias Monde und der Nachrichtenagentur ANSA, die auf der Seite in drei Sprachen Beiträge erstellen: Englisch, Französisch und Arabisch. Und die Themen sind vielfältig: Neben täglichen Neuigkeiten wird zum Beispiel die Europäische Union behandelt, zu der es Erklärungsvideos gibt. Eine Rubrik mit dem Namen "Understanding Europe" erklärt die Asyl-Bedingungen in den einzelnen europäischer Staaten, Integrationsanforderungen, Jobmöglichkeiten, aber auch die politischen Parteien eines Landes und wie diese über die Migration denken.

Was emotional wohl am meisten berührt, sind die "Personal Stories" – persönliche Erlebnisse der Flüchtigen, die regelmäßig erweitert werden, wie zum Beispiel um die Geschichte von Mariem, die von Lybien nach Italien flüchten musste, weil sie sich für Frauenrechte in ihrem Land eingesetzt hatte.

Die Wichtigkeit von Sozialen Medien

Oftmals brächen Menschen ihre Reise auf, ohne gut genug darüber informiert zu sein, was Flucht und anschließende Asyl- und Integrationsvorgänge in den jeweiligen Ländern wirklich bedeuten, kann man der Website entnehmen. Meist mit nicht viel mehr unterwegs als einem Handy, ist es für die Flüchtigen besonders wichtig, eine gut fundierte, verständliche Informationsquelle zu haben, die sie auf ihrer Reise begleitet und helfen kann, wenn es schwierig wird. "...to stay connected with the world", mit der Welt in Verbindung bleiben, heißt es auf der Website. Finanziert wird das Projekt von der Europäischen Kommission und ist zunächst auf ein Jahr angesetzt. Deutsche Welle-Intendant Peter Limbourg zeigt sich nun auch erfreut über die geistliche Unterstützung: "Das Schicksal von Millionen von Flüchtlingen und Migranten darf uns nicht gleichgültig sein."

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