Der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Pedro Lopez Quintana, hat die Politik dazu aufgerufen, ihren Einsatz gegen den Klimawandel zu verstärken und dem „Schutz des gemeinsamen Hauses“ eine größere Priorität beizumessen.

Starke Worte: „Lassen sie uns etwas tun, bevor es zu spät ist“, appellierte der Erzbischof am Dienstag beim Neujahrsempfang von Bundespräsident Alexander Van der Bellen in der Wiener Hofburg. Für Lopez Quintana, dessen Amtszeit im Vorjahr begonnen hat, war dies die erste Rede in seiner Funktion als Doyen des Diplomatische Corps.

Das dritte Jahrzehnt des 21. Jahrhundert werde von „einer besonderen Sorge um den Umweltschutz und die Klimakrise geprägt sein“, sagte der offizielle Vertreter von Papst Franziskus in Österreich. Aber schon das Jahr 2020 werde mehr Einsatz und konkretere Schritte in Punkto Klimaschutz bringen, zeigte sich Lopez überzeugt. Das Denken an die „jüngere Generationen“ müsse im Zentrum der Umweltschutz-Bemühungen stehen. Die politischen Umweltbestrebungen im Rahmen der UNO-Klimakonferenz im Dezember kritisierte er hingegen als „lediglich Minimalbeschlüsse“.

Lopez Quintana mahnte, nicht die Augen vor Ungleichheit, Ungerechtigkeit, Armut, Hunger weltweit zu verschließen sowie vor der Realität jener, „die aufgrund von Konflikten und Gewalt, religiösem Hass, Elend und den Folgen des Klimawandels ihre Länder verlassen und einem oft traurigen Schicksal entgegengehen“. Nötig sei der politische Willen im „Dienst des Friedens“, der die konkrete Realität nicht außer Acht lasse, verwies der spanische Vatikandiplomat auf Forderungen des „unermüdlichen Friedenswerbers“ Papst Franziskus in dessen Botschaft zum Weltfriedenstag (1. Jänner).

Quelle: kathpress.at / red