In Indien sind die Dörfer weit verstreut, Autos können hier manchmal überlebenswichtig sein. Deshalb bittet die österreichische „Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft“ (MIVA) auch heuer wieder um ein Zeichen der Solidarität mit den Ländern des Südens und damit anlässlich der ChristophorusAktion um eine Spende von einem "ZehntelCent" pro unfallfreiem Kilometer für ein MIVA-Auto. So ist Mobilität teilbar.

Die ChristophorusAktion dürfte so gut wie jedem in Österreich ein Begriff sein: Sie ist die größte Sammlung der Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft (MIVA) Austria und legt den finanziellen Grundstein für zahlreiche MIVA-Projekte in jährlich mehr als 60 Ländern der Welt. Um den ChristophorusSonntag (21. Juli 2013) bittet die MIVA Austria Autofahrerinnen und –fahrer, "pro unfallfreiem Kilometer einen ZehntelCent für ein MIVA-Auto" zu spenden.

Ein Auto statt vier
Im Zuge der traditionellen „Christophorus-Aktion“ werden Spenden für Fahrzeuge für die Seelsorge und Entwicklung in Afrika, Lateinamerika und Asien gesammelt. Heuer ist das Beispielland Indien, wo die Dörfer weit verstreut sind. Doch nicht nur Priester müssen mobil sein, um in die Dörfer zu kommen. Auch das Team um Fr. Amal Raj, den Sozialbeauftragten der Erzdiözese, unternimmt weite Reisen, um dorthin zu kommen, wo es gebraucht wird. Eigentlich, sagt Fr. Raj, brauchen wir vier Autos. Eines steht zur Verfügung.

Salz der Erde
Nur etwa zwei Prozent der Bevölkerung in Indien bekennen sich zum Christentum. Aber die kleine Minderheit leistet Großes, wenn es darum geht, Menschen in Armut und sozialer Not beizustehen und ihre Zukunftschancen zu verbessern. Die Kirche müsse „Salz der Erde“ sein, sagt der Erzbischof der indischen Erzdiözese Patna. Ihre Schulen und Krankenstationen sowie ihre vielen Sozialprojekte stehen nicht nur Katholiken offen, sondern auch Angehörigen anderer Religionen.

Mobilität teilen
Eine Schwesterngemeinde in der Buddha-Stadt Bodhgaya betreut eine große Schule. Um die Kinder in die Klassen zu bringen, brauchen sie einen strapazierfähigen Schulbus. Der Leiter einer
Missionspfarre hat mehrfach erlebt, was es heißt, wenn ein Kind in seinem Internat erkrankt - und es steht kein Fahrzeug für einen Krankentransport zur Verfügung.

MIVA-Autos dienen nicht dem Einzelnen, sondern sie sind Mehrzweckfahrzeuge, die der Gemeinschaft zugutekommen. Die Bitte der MIVA lautet daher, „Mobilität zu teilen“, also einen kleinen Teil der eigenen Mobilität zur Verfügung zu stellen. Deshalb bittet die MIVA Austria, das auf die Finanzierung von Fahrzeugen spezialisierte Hilfswerk der katholischen Kirche, auch heuer wieder Autofahrer und Autofahrerinnen, pro unfallfreiem Kilometer einen ZehntelCent für ein MIVA-Auto zur Verfügung zu stellen.

Am ChristophorusSonntag, dem 21. Juli, wird in Kirchen für die ChristophorusAktion gesammelt. In vielen Pfarren werden nach den Gottesdiensten Fahrzeuge gesegnet - so finden auch heuer in ganz Österreich 120 Fahrzeugsegnungen statt.

Termine in Vorarlberg:

So 21. Juli, 8.30 Uhr, Krumbach.
So 21. Juli, 8.30 Uhr, Lingenau.
So 21. Juli, 9 Uhr, Christophorusmesse, Sulzberg.
So 21. Juli, 10 Uhr, Langenegg.