Sechs Millionen Euro konnte das katholische Hilfswerk MIVA im letzten Jahr einnehmen. So viel, wie noch nie seit ihrem 66jährigen Bestehen. Doch das sind nicht die einzigen erfreulichen Zahlen. Im vergangenen Jahr wurden zudem 380 Projekte mit 1.293 Fahrzeugeinheiten in 59 Ländern finanziert. Eine Erfolgsgeschichte, wenn man so will, die eng mit einem Satz verbunden ist: „Einen ZehntelCent pro unfallfreiem Kilometer für ein MIVA-Auto“.

MIVA steht für Missionsverkehrsarbeitsgemeinschaft und ist ein Hilfswerk der katholischen Kirche. Ihre Aufgabe ist es, für junge Kirchen und Projekte der Entwicklungszusammenarbeit Fahrzeuge zu beschaffen: je nach Bedarf PKW oder Geländewagen, Motorräder, Fahrräder, Traktoren, landwirtschaftliche Geräte, fallweise auch Boote oder kleine Schiffe, Flugzeuge oder Lasttiere. Das ist eigentlich nichts neues, schließlich gibt es MIVA bereits seit 66 Jahren.

Damit wichtige Dinge ankommen

Das katholische Hilfswerk MIVA beschränkt seine Hilfeleistung nicht auf eine Region der Erde. Wo immer ProjektpartnerInnen ein Ansuchen stellen, wird dies geprüft und nach Maßgabe der vorhandenen Mittel gefördert. Dabei handelt es sich ausschließlich um Projekte zur Finanzierung von Fahrzeugen für Pastoral- und Entwicklungszusammenarbeit sowie für medizinische Versorgung in den ärmsten Ländern der Welt. Damit die Dinge, die für die Gemeinschaft wichtig sind, auch wirklich dort ankommen, wo sie benötigt werden: Lebensmittel, Medikamente, Baumaterial. 

380 Projekte, 59 Länder

Im vergangenen Jahr wurden 380 Projekte mit 1.293 Fahrzeugeinheiten in 59 Ländern finanziert. Und mit Spendeneinnahmen von rund 6 Millionen Euro war das Jahr 2015 auch eines der erfolgreichsten in der 66jährigen MIVA-Geschichte. Der Slogan „Einen ZehntelCent pro unfallfreiem Kilometer für ein MIVA-Auto“ ist vielen bekannt. Somit ist auch die größte und älteste Aktion der MIVA – die ChristophorusAktion – mit Spendeneinnahmen in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro sehr erfolgreich verlaufen. Auch die FahrradAktion ist beachtlich: 739 ProjektpartnerInnen konnten durch die Spendeneinnahmen mit Fahrrädern ausgestattet werden. Damit die Spendengelder auch optimal eingesetzt werden können, ist die MIVA bemüht die Verwaltungskosten gering zu halten - ein Ziel, das sie mit 2,6% der Gesamteinnahmen auch 2015 erreicht haben.